Christliche Themen für jede Altersgruppe

Mehr Lachen in den Kitas - eva:lino

STUTTGART – In den fünf Kitas von „eva:lino“, einem Tochterunternehmen der Evangelischen Gesellschaft, die für alle Stuttgarter Familien offen sind, werden in der erweiterten Notfallbetreuung 31 Kinder betreut. Der organisatorische Aufwand hierfür ist groß, viele Eltern suchen Rat am Telefon.

Fröhlich geht es besser durch den Tag. eva:lino, Stuttgart. Foto: eva/Martin StollbergFröhlich geht es besser durch den Tag. eva:lino, Stuttgart. Foto: eva/Martin Stollberg

Su-Yoen Ro führt gerade viele Gespräche mit Eltern der Kita-Kinder. Sie weiß deren Einsicht zu schätzen. „Viele sind am Rande ihrer Kräfte, doch sie handeln lösungsorientiert und vernünftig“, sagt die Geschäftsführerin von „eva:lino“, einem Tochterunternehmen der Evangelischen Gesellschaft (eva). „Unsere Eltern sind super.“

Eigentlich hat Su-Yoen Ro befürchtet, von Anfragen überrannt zu werden. Denn durch die Änderungen der Richtlinien haben seit der letzten Aprilwoche nicht mehr nur Angestellte in systemrelevanten Berufen wie der Pflege Anspruch auf eine Notfallbetreuung ihrer Kinder. Auch andere dürfen ihr Kind jetzt wieder in die Kita bringen: Alleinerziehende sowie Mütter und Väter, deren Arbeitgeber bescheinigt, sie seien unabkömmlich am Arbeitsplatz. „Unsere Familien wissen, dass es nur ein Notbetrieb ist. Die Kinder kommen nur, wenn es wirklich keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt“, sagt Geschäftsführerin Ro. „Wir klären am Telefon den Bedarf ab.“

Fünf Einrichtungen plus eine Betriebs-Kita betreibt „eva:lino“ in Stuttgart; in drei davon wird eine Notbetreuung angeboten, seit die Kindertagesstätten wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurden. In der erweiterten Notfallbetreuung stehen nun fünf „eva:lino“-Einrichtungen für Kinder offen. 31 Familien werden nun unterstützt.

eva:lino Geschäftsführerin: Unsere Eltern sind super

Zu den Kindern, die jetzt wieder in der Kita sind, gehören auch sieben, bei denen die Einrichtungsleiterinnen wussten, wie beengt sie wohnen und wie angespannt die Situation zu Hause ist. „Wir konnten aktiv auf Familien zugehen, bei denen wir den Kinderschutz gefährdet gesehen haben“, berichtet die Geschäftsführerin. Keine Frage, dass bei Gesprächen mit den Eltern viel diplomatisches Geschick vonnöten ist. Daneben ist gerade auch Organisationstalent gefragt, um die Gruppen und die Fachkräfte so einzuteilen, dass die Kinder immer mit derselben Erzieherin zusammen sind. So werden die Infektionsketten kurz gehalten, sollte eine Covid-19- Erkrankung auftreten. Das Putzen und das Catering mussten ebenfalls neu organisiert werden. Fünf statt zehn Kinder sind in den Krippengruppen, zehn statt zwanzig bei den Drei- bis Sechsjährigen. Masken sind in der Kita keine Pflicht, weder für die Kinder noch für die Mitarbeitenden. „Und wenn ein Kind Körperkontakt braucht, dann bekommt es den und wird in den Arm genommen“, sagt eva:lino-Geschäftsführerin Su-Yoen Ro.

 

Su-Yoen Ro leitet die eva:lino-Kitas. Foto: eva/Martin Stollberg, PressebildDen Kontakt zu den Kindern und ihren Eltern, die nicht in der Kita sind, halten die „eva:lino“-Mitarbeitenden auf vielfältige Weise. Ob mit einem gesungenen Videogruß, mit Bastelanleitungen und Briefen, die per Post verschickt werden, oder mit vielen Telefonaten: „Auch da sind unsere Mitarbeitenden große Klasse“, sagt die Geschäftsführerin. „Die Situation ist für Eltern eine Katastrophe und auch für uns nicht einfach. Die Nerven sind angespannt. Und trotzdem versuchen wir, unsere Fröhlichkeit nicht zu verlieren. Diese Haltung will ich den Mitarbeitenden und den Eltern vermitteln“, erklärt Ro. Dass jetzt wieder vermehrt Kinderlachen in den „eva:lino“-Kitas zu hören ist, hilft dabei bestimmt.

gb

Su-Yoen Ro leitet die eva:lino-Kitas.
Foto: eva/Martin Stollberg, Pressebild

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