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Paradies im Großstadttrubel - Wohlfühloase im ehemaligen BuGa-Gelände

HEILBRONN – Die Bundesgartenschau ist seit einem Jahr vorbei. Doch einige zentrale Objekte des ökumenischen, 300 Quadratmer großen Buga-Kirchengartens verwandeln einen bisher vernachlässigten Innenhof mitten in der Stadt in eine öffentlich zugängliche Wohlfühloase.

 Brunnen. Foto: Sue Rickhuss, PixabayBrunnen. Foto: Sue Rickhuss, Pixabay

Wasser plätschert leise vor sich hin. Der Wind lässt Bäume und Sträucher rascheln. Ein großes Sonnenschutzsegel bauscht sich über der langen Tafel mit Sitzgelegenheiten. Der Alltag scheint in diesem grünen Kleinod mitten in der Heilbronner Innenstadt weit weg zu sein. Es ist Verkehrslärm zu hören, aber die Atmosphäre des kürzlich eingeweihten und gesegneten Gartens verdrängt die Betriebsamkeit und bietet die Möglichkeit, entspannt durchzuatmen.

Wohlfühloase mitten in Heilbronn - Der Alltag ist weit weg

„Wir wollten hier einen Teil des Buga-Kirchengartens weiterleben lassen und die wertgeschätzten Elemente dafür retten“, erklärt Luise Schadt zu der neu gestalteten Anlage, mit der der bisher vernachlässigte Innenhof des Heinrich-Fries-Hauses aufgewertet wurde. Schadt, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im katholischen Dekanat Heilbronn-Neckarsulm, war die Initiatorin des Projekts, bei dem ein Stück des ökumenischen Kirchengartens der letztjährigen Bundesgartenschau öffentlich zugänglich gemacht wurde.

Peter Seitz und Luise Schadt liegt der neue Kirchengarten in Heilbronn am Herzen. Foto: Astrid LinkPeter Seitz und Luise Schadt liegt der neue Kirchengarten in Heilbronn am Herzen. Foto: Astrid Link

Mit Manuel Przygoda, Hausleiter des Heinrich-Fries-Hauses, in dem verschiedene katholische Einrichtungen untergebracht sind, entwarf sie das Konzept für die Grünfläche. „Leben schmecken“ lautete der Leitspruch der Kirche auf der Buga, der sich mit dem Zeichen der Löffelblume inmitten von Bürobauten und Mehrfamilienhäusern im Kleinen wiederholt. Die große Löffelskulptur mit der sich darum windenden Schlange aus dem Buga-Paradiesgarten veranschaulicht das Thema plakativ. Schließlich steht die Schlange auch für die Versuchungen, die an den Menschen herantreten können. Ein Apfelbäumchen ist ebenfalls vorhanden.

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„Wir hoffen, dass jeder Besucher eigene Impulse aus den Gegenständen mitnehmen kann“, sagt Peter Seitz. Der frühere Projektleiter des Buga-Kirchengartens für die katholische Kirche nutzt seinen Ruhestand für Führungen, bei denen er einiges über die ehemaligen Buga-Objekte erzählen kann, die jetzt das Herz des begrünten Innenhofs bilden. Wie die lange Holztafel mit vier passenden Bänken unter dem Sonnenschutzsegel. Ein Ort der Gemeinschaft, den die Dekanats-Mitarbeiter gerne für ihre Mittagspause nutzen. Die mit der Löffelblume geprägten Möbel wurden in Teamarbeit abgeschliffen und neu gestrichen. Auch das Ausgraben und Installieren der massiven Brunnenschale aus Metall gelang mit vereinten Kräften.

„An dem Brunnen haben Kinder gespielt, Enten drin gebadet und viele Gespräche stattgefunden. Wasser ist einfach ein Lebenselement“, sagt Seitz. Im nächsten Jahr sollen die „Brunnengespräche“ als einer der Programmpunkte im Kirchengarten 2.0, in Anlehnung an das Jahr 2020 so genannt, aufgenommen werden. Die sechs Orgelpfeifen im hinteren Gartenteil gehören zu einer mit Blasebälgen verbundenen Installation des Buga-Kirchengartens.

Farbenfrohe Facetten einer gelungenen Bundesgartenschau: Heilbronn präsentierte sich 2019 im besten Licht. Foto: Jürgen Häffner Farbenfrohe Facetten einer gelungenen Bundesgartenschau: Heilbronn präsentierte sich 2019 im besten Licht. Foto: Jürgen Häffner

Farbenfrohe Facetten einer gelungenen Bundesgartenschau: Heilbronn präsentierte sich 2019 im besten Licht. Foto: Jürgen Häffner

Der 350 Kilogramm schwere Salzstein im vorderen Bereich stammt aus dem Keller des Heinrich-Fries-Hauses. Mit 20 Tonnen Gewicht und einer Größe von acht Kubikmetern wäre der echte Buga-Salzquader zu mächtig gewesen. Das pinkfarbene Banner ließ sich dagegen problemlos anbringen. In 20 verschiedenen Sprachen ist auf ihm das Motto „Leben schmecken“ abgedruckt.

„Wie schmeckt dein Leben?“, fragt die aus Holz gefertigte und zum Sitzen geeignete Dialogbox den Besucher am Eingang und lädt mit den Worten „Komm herein und nimm dir Zeit für dich“ ein. Das ist auch die Intention der Verantwortlichen des Kirchengartens 2.0. „Wir möchten einen Ort der Begegnung, der Ökumene und Spiritualität schaffen“, sagt Luise Schadt. □

Der Kirchengarten 2.0 befindet sich im Innenhof des Heinrich-Fries-Hauses in Heilbronn, Bahnhofstraße 13, und ist über einen Seiteneingang öffentlich zugänglich. Weitere Informationen und das Programmheft gibt es im Internet unter www. dekanat.heilbronn-neckarsulm. de/veranstaltungen

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