Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Zerknittert

Manchmal fühle ich mich schon beim Aufwachen wie gerädert. Ganz zerknittert. An anderen Morgen bin ich einfach schlecht gelaunt oder tief traurig. „Der Tag fängt ja gut an“, denke ich, halb wütend, manchmal verärgert oder auch frustriert. Gerade im November mit seinem Nebelwetter, dem Totengedenken und seinen kurzen Tagen erwischt mich manchmal der „Blues“.

Was mich an solchen Tagen häufig tröstet, ist der Gedanke an eine Postkarte. Ich habe sie schon seit vielen Jahren. Lange Zeit fristete sie ein Schattendasein zwischen all den vielen anderen Karten, die ich auf Vorrat zu Hause habe. Doch inzwischen hängt sie bei mir im Büro.

Darauf abgebildet ist eine rote Blüte, die gerade aufgegangen ist. Sie sieht noch ein bisschen zerknittert, fast faltig aus. Es ist Klatschmohn. Um ihn herum ist ein Spruch abgedruckt. „Wer morgens zerknittert aufsteht, hat am Tag die besten Entfaltungsmöglichkeiten“, ist da zu lesen.

Dieser Spruch hat mich in meinem Leben schon an so manchem grauen und trüben Tag getröstet. Denn so gesehen bedeutet zerknittert sein, dass ich mich ausstrecken kann nach dem Guten, das Gott für mich bereitet hat. Nach neuen Möglichkeiten, neuen Sichtweisen, neuen Ideen. In diesem Sinne bekommt der Gedanke „der Tag fängt ja gut an“ eine ganz neue Bedeutung für mich. Neue, ungeahnte Entfaltungsmöglichkeiten wünscht Ihnen Ihre

Nicole Marten
nicole.marten(at)evanggemeindeblatt.de

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