Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Advent ist Wartezeit


Kirchengemeinden, Chöre, Vereine und Kommunen lassen sich jedes Jahr für die Adventszeit eine Menge einfallen: Adventsliedersingen, Basare, besinnliche Nachmittage für Ältere, Strohsterne basteln für Kinder.

Seit Wochen sind in den Lebensmittelläden opulente Schokoladen-Adventskalender im Angebot. Und meine Nachbarin stellt spätestens in der Woche vor dem 1. Advent Rehe aus geflochtenen Weidenruten mit einer roten oder gar goldenen Schleife um den Hals vor die Wohnungstür.

Nein, ich habe grundsätzlich nichts gegen die Glitzerwelt in der Adventszeit. Das gehört für mich auch zur Vorweihnachtsfreude mit dazu. Aber ich habe Sorge, dass wir angesichts des Glitzers und des süßen Engelsgesangs, der uns in den Kaufhäusern berieselt, vergessen, was der Advent eigentlich ist.

Advent heißt schließlich übersetzt „Ankunft“. Eigentlich erwarten wir die Geburt von Jesus, die Ankunft von Gottes Sohn auf dieser Welt. Das Warten auf die Geburt Jesu wird bei uns in der Adventszeit oft verdrängt: Vor lauter Aktivitäten vergessen wir das Warten, vergessen die Besinnung.

Gerade jetzt aber sollten sich Christen – ähnlich wie in der Passionszeit – eine stille Zeit am Tag mit einplanen: Dafür lohnt es sich sogar, morgens früher aufzustehen. Versuchen Sie es mal. Sie werden sehen, Weihnachten wird in diesem Jahr noch schöner als sonst.

Das wünscht Ihnen Ihre

Petra Ziegler
petra.ziegler(at)evanggemeindeblatt.de