Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Der Glaube und Facebook

Wie kann man heute für den Glauben werben? Zur Zeit der Reformation überzeugte die deutsche Übersetzung der Bibel Menschen. Bis dahin kannten sie ja nur lateinische Bibelübersetzungen, und die konnte die Bevölkerung in der Regel nicht lesen. Die Revolution im Buchdruck brachte damals die Bibel unters Volk.

Doch wie ist das heute? Am letzten Sonntag im Januar ist Bibelsonntag, und es stellt sich die Frage, wie das Evangelium heute unters Volk kommt. Der Fernsehjournalist Markus Spieker ist davon überzeugt, dass dabei den sozialen Medien eine wichtige Rolle zukommt: „Internetnutzer sind die neuen Werbeträger.“ Was in Blogs oder auf Facebook veröffentlicht und kommentiert werde, nähmen in kürzester Zeit Tausende zur Kenntnis. Das sagte Spieker beim Christlichen Medienkongress in Schwäbisch Gmünd.

In Teilen hat der Journalist Recht. Die Bibel wird sich auch übers Internet ausbreiten, und Glaubenszeugnisse haben in den neuen Medien selbstverständlich einen Platz.

Doch das kann die persönliche Begegnung nicht ersetzen. Einen Gottesdienst etwa muss man einfach erlebt haben, es reicht nicht aus, die Predigt des Pfarrers im Netz nachzulesen. Mit Glaubenserfahrungen ist es ähnlich. Deshalb wird das eine das andere nicht ersetzen, sondern höchstens ergänzen.

Das meint Ihre

Petra Ziegler
petra.ziegler(at)evanggemeindeblatt.de
alexander.schweda(at)evanggemeindeblatt.de