Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Unterschiede sind gut

Eine Freundin und ich waren neulich bei einem Verwöhnnachmittag für Freundinnen. Dabei sollte es in einem Kurzreferat auch darum gehen, warum Frauen gute Freundinnen brauchen, und warum es Frauen sein müssen. Die Referentin stellte die Frage in die Runde. Wir antworteten, dass Frauen über Probleme sprechen wollen, ohne gleich eine Lösung finden zu müssen. Dass Frauen anders „ticken“ als Männer. Die Referentin wischte unsere Argumente vom Tisch: Das seien doch alles nur erlernte Rollen. Zum Glück würden sich die Männer inzwischen ja komplett ändern.

Doch müssen sie das überhaupt? Sollen sie künftig nicht mehr einfach mal mit ihrem Kumpel ein Bier trinken gehen und schweigen? Und sollen Frauen besser schweigen, statt zu reden? Sind die Unterschiede tatsächlich nur den jeweiligen Rollen geschuldet? Ich glaube das nicht. Beide Seiten haben eine unterschiedliche Sicht der Welt. Natürlich können sich Männer und Frauen darüber austauschen. Das bereichert. Und selbstverständlich ist es wichtig, aufeinander zuzugehen.

Aber die Unterschiede zwischen den Geschlechtern einfach wegzudiskutieren, finde ich fatal. Wer das tut, nimmt die Menschen in ihrer Verschiedenheit nicht ernst. Die Unterschiede müssen, zum Beispiel in einer Partnerschaft, ausgehalten werden. Das ist nicht immer leicht. Aber es erweitert auch den Horizont.

Meint Ihre

Nicole Marten
nicole.marten@evanggemeindeblatt.de