Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Verloren

„The winner takes it all“, so brachte es die Popgruppe Abba mit einem ihrer Hits auf den Punkt: „Der Gewinner bekommt alles“ – der Gedanke hat auch bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi dominiert. Auch der Medaillenspiegel hat dies unbarmherzig aufgelistetet. So hat Deutschland die vorgegebenen 30 Medaillen nicht erreicht und zählt, mit „nur“ 19 Auszeichnungen und trotz Rang sechs, zu den Verlierern.

Nackte Statistiken, die nichts über Einzelschicksale aussagen, über Sekundenbruchteile, die entscheiden. Und die nichts davon erzählen, dass auch Niederlagen ihren Wert haben können. Das weiß der ehemalige US-amerikanische Basketballstar Michael Jordan, der einmal sagte: „In meiner Karriere habe ich über 9000 Würfe verfehlt. Ich habe fast 300 Spiele verloren. 26 Mal wurde mir der spielentscheidende Wurf anvertraut und ich habe ihn nicht getroffen. Ich habe immer und immer wieder versagt in meinem Leben. Deshalb bin ich erfolgreich.“

Eine Aussage, die zeigt, wie nichts­sagend Zahlenstatistiken sein können. Und klar macht, dass oft erst später, wenn man im Rückblick das große Ganze betrachtet, deutlich wird, wohin die Lebensreise geht – nicht trotz, sondern wegen des persönlichen Scheiterns. Ein Gedanke, der nicht nur bei der Olympiade seine Berechtigung hat, sondern auch bei anderen Rückschlägen im Alltagsleben,

meint Ihre

Franciska Bohl
franciska.bohl(at)evanggemeindeblatt.de