Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

In Feier-Laune?

Nein, zu feiern gibt es im Reformationsjahr 2017 eigentlich nichts. 500 Jahre Reformation: Das sind unterm Strich 500 Jahre Trennung, 500 Jahre ungelöste Probleme, 500 Jahre leidvolle Risse zwischen Familien, Völkern und Generationen.

Natürlich: Es gab bedeutende Impulse in dieser Zeit. Die wichtigsten gingen wohl von Martin Luther aus. Aber er war nicht der einzige. Freiheit, Gnade, Priestertum aller Gläubigen, die Berufung auf das eigene Gewissen sind entscheidende Themen. Aber wen oder was wollen wir zum Jubiläum feiern? Die Reformation? Die Kirche? Uns selbst?

500 Jahre nach Martin Luther sind eher ein Grund zur Besinnung: „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan“, heißt es. Wie sieht es da aus? Wo haben wir geholfen, wo haben wir die Konfessionen versöhnt, wo haben wir Frieden gestiftet?

500 Jahre Thesenanschlag sind auch ein Anlass, Streitereien über Thesen zu beenden, den Blick auf die Taten zu richten und nachzudenken, was noch zu tun ist. Stecken wir Kirchensteuer-Gelder in teure Image-Kampagnen oder tragen wir dazu bei, Hilfebedürftige zu versorgen? Sind wir da, wenn Menschen an der Kirche verzweifeln oder wenden wir uns beleidigt ab? Wenn wir solche Fragen beantworten und uns mit allen Konfessionen an einen Tisch setzen könnten, dann erst hätten wir wirklich Grund zum Feiern, meint Ihr

Alexander Schweda
alexander.schweda(at)evanggemeindeblatt.de

      

 

Thema                                               Petra Ziegler
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