Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Durchs Tal der Tränen

Als Kind habe ich den Begriff Karfreitag nie so ganz verstanden. Auch das Wort Gründonnerstag schien mir irgendwie seltsam. Na ja, immerhin war draußen so manches inzwischen tatsächlich grün. Und Hauptsache am Sonntag kam der Osterhase.

Erst viel später habe ich begriffen, dass es so lustig eigentlich gar nicht war, was da ein Mensch erlebt hatte: ein Mensch namens Jesus, der unsägliches Leid auf sich genommen hatte und der am Ende sogar gestorben war. An einem furchtbaren Gerüst, an dem er mit Nägeln gekreuzigt worden war, an einem Tag, der deshalb auch Karfreitag hieß. Als ich das erste Mal wirklich kapiert hatte, wie grausam dieser Tod am Kreuz gewesen sein muss, war ich erschüttert.

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich diese grausame Erkenntnis mit der frohen Botschaft von Ostern zusammenbringen konnte. Bis ich verstanden habe, dass dieses tiefe Tal der Tränen notwendig war, um zu etwas ganz Neuem zu gelangen. Zu einer Hoffnung, die über den Tod hinaus reicht. Die stärker ist als alles Leid und alles unsäglich Böse, was Menschen einander antun können.

Da muss man jetzt durch! Jesus hat uns vorgemacht, was das bedeutet, in der schlimmsten aller denkbaren Situationen. Er ist das Licht am Ende eines jeden Tunnels, auf das wir vertrauen können, ohne dass wir es am Anfang sehen.

Eine Karwoche voller Trost und Hoffnung wünscht Ihnen Ihr

Andreas Steidel
andreas.steidel(at)evanggemeindeblatt.de

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