Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Tag der Arbeit als Feiertag?

Der 1. Mai ist ein schöner Feiertag, an dem es hinaus geht in die Natur, zum Wandern und Grillen, mit der Familie, mit Freunden oder auch der Gemeinde. Auch ich verbinde mit diesem Tag vor allem Frischluft und Gemeinschaft.

Zum Feiertag wurde er allerdings nicht als Wandertag, sondern als „Tag der Arbeit“. Bekannt geworden ist der 1. Mai als Tag der Arbeit durch die Arbeiterbewegung in Nordamerika. Sie rief 1886 zum Generalstreik auf, weil sie den achtstündigen Arbeitstag durchsetzen wollte.

Ich habe mich an dem Titel „Tag der Arbeit“ immer etwas gestört, denn meine Tätigkeiten an solch einem Tag haben normalerweise rein gar nichts mit Arbeit zu tun. Doch wenn man sich die Geschichte dieses Tages vergegenwärtigt, dann kommen die Errungenschaften der Arbeiterbewegungen auch uns zugute.

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass die  Evangelische Kirche in Deutschland den 1. Mai als „Bitttag für gesegnete Arbeit“ feiert. Obwohl wir weitgehend geregelte Arbeitszeiten haben, ist in der Arbeitswelt nicht alles Gold, was glänzt: Zu häufig werden gute Regelungen ausgehöhlt durch aktuelle Entwicklungen. Zu beten, dass sich dies ändern möge, ist eine gute Sache. Und auch die Bitte, dass auf der Arbeit der Segen Gottes ruhen möge, ist in meinen Augen immer aktuell. Beten kann man übrigens auch beim Wandern. Wie sieht es aus, beten Sie mit? Fragt Ihre

Nicole Marten
nicole.marten(at)evanggemeindeblatt.de