Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Muttertage

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, lautet das vierte Gebot. Manchmal würde ich es gerne ergänzen. So wie es heißt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, sollte es auch heißen: Ehre deinen Vater und deine Mutter, so wie sie ihre Kinder ehren.

Zu einer Beziehung gehören immer zwei. Und sie besteht immer aus Geben und Nehmen. Eine Binsenweisheit. Und trotzdem gehen Beziehungen immer wieder schief. Eltern hören auf, sich um ihre Kinder zu kümmern, wollen sie an sich binden anstatt ihnen ins Leben zu helfen und wundern sich dann, dass der Sohn oder die Tochter dem Elternhaus den Rücken kehrt.

Ebenso vergessen Kinder, ihren Eltern etwas von dem zurückzugeben, was sie ein Leben lang erhalten haben: Liebe und Fürsorge. Sie benehmen sich als Erwachsene immer noch wie kleine Kinder, die versorgt und behütet werden müssen, anstatt sich zu fragen, wo ihre immer älter werdenden Eltern allmählich selbst Hilfe brauchen.

Manche Mütter sagen zum Thema Muttertag, sie bräuchten kein extra Datum, um geehrt zu werden. Ihnen wäre es lieber, wenn ihnen das ganze Jahr eine wertschätzende Haltung entgegengebracht würde. An dieser Sichtweise ist etwas dran. Wer die ganze Zeit die Beziehung zu seinen Kindern pflegt, wer diese Beziehung als ein Geben und Nehmen empfindet, der braucht keinen Muttertag, kann ihn aber genau deswegen auch feiern. Unaufgeregt, aber liebevoll, meint Ihr

Ihr

Alexander Schweda
alexander.schweda(at)evanggemeindeblatt.de