Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Aus dem Takt

„Es gibt Tage, da wünscht’ ich, ich wäre mein Hund.“ So beginnt Reinhard Mey ein Lied, in dem er beschreibt, was ihm alles schief gegangen ist. Dabei ist manchmal alles so gut geplant: Die Termine sind vereinbart, die Kinder gut untergebracht, das Auto reserviert. Und dann passiert das Unvorhergesehene: Das Auto ist kaputt, ein Kind wird krank, muss zum Arzt oder die Oma braucht Hilfe. Schon geht die ganze Planung den Neckar hinunter. Nichts passt mehr zum anderen. Alles ist aus dem Takt. Und nun?

Wenn ein Orchester aus dem Takt kommt, dann gibt es ein ziemliches durcheinander. Die Harmonien stimmen nicht mehr. Auch die Disharmonien lösen sich nicht mehr wie vorgesehen auf. Unter Umständen fangen einzelne Musiker an zu protestieren, hören auf zu spielen oder sie versuchen mit großer Lautstärke die Führung zu übernehmen und die anderen in ihr Tempo zu bringen. In jedem dieser Fälle wird aber kein vernünftiges Konzert mehr zu hören sein.

Eigentlich gibt es in so einer Situation für professionelle Musiker nur eines: auf den Dirigenten schauen! Er führt wieder zusammen, er kann abbrechen und neu ansetzen. Er hat die Gesamtkonzeption im Blick und er weiß auch, wo der Fehler lag, der alle aus dem Tritt gebracht hat.

Und wir? Haben wir auch so einen Dirigenten in unserem Leben? Ich meine, ja.

Ihr

Alexander Schweda
alexander.schweda(at)evanggemeindeblatt.de

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