Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Was wirklich trägt

Sie sind ergreifend, die Schilderungen unserer Leserinnen und Leser zum Bombenhagel auf Stuttgart. Großeltern, Eltern, Tanten, aber auch sie selbst berichten von dem Chaos, das in jenen Tagen 1944 allerorten herrschte. Das Flammenmeer. Die Geräusche, wenn Häuser zusammenfielen. Die Sorge um die männlichen Verwandten, die an der Front standen. Der Tagesrhythmus, der nicht mehr von – in Friedenszeiten vielleicht lästigen – Pflichten bestimmt war, sondern von der Suche nach einem Obdach. Nach etwas zu essen. Der Möglichkeit, sich zu waschen. Und die Verzweiflung, wenn sich herausstellte: Alles Hab und Gut ist unwiederbringlich verloren.

Noch schlimmer die Entscheidungen von lieben Freunden, nicht auf dem sicheren Land zu bleiben, sondern nach Stuttgart zurück zu kehren – in den sicheren Tod. Die Angst als ständiger Begleiter. Für Menschen, die lange nach dem Kriege geboren sind, wertvolle Zeugnisse, die den Wunsch bestärken: Nie wieder Krieg!

Die Zuschriften unserer Leser sind aber auch noch aus einem ganz anderen Grund sehr berührend. In ihnen scheint die Hoffnung auf Gott durch. Die Zuversicht, dass er seine Kinder versorgt. Der feste Glaube daran, dass Gott alles zu einem guten Ende führt. Die Kraft, die aus dem Gebet erwächst. Und die Dankbarkeit bis heute, das Chaos der Kriegstage überlebt zu haben: Das macht dankbar, meint Ihre

Nicole Marten
nicole.marten(at)evanggemeindeblatt.de