Christliche Themen für jede Altersgruppe

Persönlich gemeint

Öffnen und schützen

Manchmal hilft es im Leben, wenn sich Erkenntnisse zu einer griffigen Formel verdichten. Eine solche Formel entstand bei unserer Veranstaltung „Gemeindeblatt im Gespräch“ in Vaihingen an der Enz. Dort hatten wir die Professorin für christliche Publizistik und ehemalige Rundfunkbeauftragte der EKD, Johanna Haberer, zu Gast (Seite 24).

Und die Formel, die mir einfiel, um ihre Haltung auf den Punkt zu bringen, lautet so: Johanna Haberer öffnet und sie schützt zugleich. Sie will, dass die Kirche nach draußen geht, dass Christen ihre Häuser für Flüchtlinge öffnen und dass die Kirche Stimme der Stimmlosen ist. Auf der anderen Seite will sie die Persönlichkeit in der öffentlichen Welt – vor allem der digitalen – schützen, fordert ein Recht auf Geheimnisse und hat ein Auge auf das Leben am Anfang und an seinem Ende.

Und sie glaubt, dass die Kirche etwas zu sagen sagt, weil sie präsent ist. Johanna Haberer formuliert das so: „In Deuschland gibt es keinen Quadratmeter, für den nicht ein Pfarrer oder eine Pastorin zuständig ist. Wir hören dort zu und berichten darüber. Wir wollen eintreten für die, die Not haben.“

Ja, wer das will, der muss die Gabe haben, das Herz zu schützen, das Geheimnis des Menschseins zu bewahren und gleichzeitig die Arme weit zu öffnen für die Welt. Öffnen und schützen, eine gute Formel. Aber wir müssen danach handeln, meint

Ihr

Alexander Schweda
alexander.schweda(at)evanggemeindeblatt.de