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Respektvolle Blicke - Fotoausstellung "Auf der Flucht: Frauen und Migration"

GLATT (Dekanat Sulz) – Millionen Mädchen und Frauen sind weltweit auf der Flucht. Hinter dieser überwältigenden Zahl verbergen sich all die einzelnen, individuellen Schicksale. Die Fotoaus-stellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ nimmt einige von ihnen in den Blick. In diesen Wochen ist die Schau im Wasserschloss Glatt zu sehen.

Frauen auf dem Weg in ein hoffentlich besseres Leben. Foto: Erol GurianFrauen auf dem Weg in ein hoffentlich besseres Leben. Foto: Erol Gurian

„Noch nie war es so wichtig und richtig, auf die Situation der Menschen auf der Flucht aufmerksam zu machen“, sagt Michael Widmann. Er arbeitet als Koordinator für Flüchtlingsarbeit bei der Diakonischen Bezirksstelle im Kirchenbezirk Sulz und engagiert sich auch ehrenamtlich für Geflüchtete. Nun hat er die Wanderausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ ins Wasserschloss Glatt geholt.

Die Schau präsentiert Arbeiten von neun Fotografinnen und Fotografen. Sie dokumentieren in ihren Werken das Leben der Frauen in ihrer Heimat, auf der Flucht und im Asyl. Sie heben die Menschen aus der anonymen Masse hervor, als die Flüchtende oft wahrgenommen werden. Der Evangelische Presseverband für Bayern hat die Fotoschau zusammengestellt.

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Ende letzten Jahres waren weltweit 79,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Diese Zahl nennt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen. Etwa die Hälfte dieser Flüchtenden sind Frauen und Mädchen. Sie erleben oft Gewalt und Diskriminierung in besonders hohem Maße.

Flüchtende Frauen - Fotos sprechen Bände

Die Fotografinnen und Fotografen zeigen in ihren Werken den Alltag in den Flüchtlingslagern und die Suche nach einer neuen Heimat. Fotograf Erol Gurian hat syrische Flüchtlingsmädchen im libanesischen  Bekaa-Tal aufgesucht. Dort leben 400 000 Menschen in Zeltstädten. Er war auch bei einem Projekt der libanesischen Organsiation „Beyond Association“, wo Mädchen und Jungen gemeinsam Bildung bekommen. Die in Syrien geborene Kurdin Sonja Hamad porträtiert junge Frauen, die sich den kurdischen Milizen angeschlossen haben. Frank Schultze hat Jesidinnen im Nordirak besucht, die aus den Fängen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ befreit werden konnten.

Frauen auf dem Weg in ein hoffentlich besseres Leben. Foto: Frank SchultzeFrauen auf dem Weg in ein hoffentlich besseres Leben. Foto: Frank Schultze

Michael Widmann, der die Ausstellung nach Glatt geholt hat, sagt, es sei „wichtig und notwendig, dass Kirche immer wieder darauf hinwirkt, dass diese Schicksale wahrgenommen werden. Ins Bewusstsein zurück kommen. Es sind Menschen – es ist ein Akt der Menschlichkeit.“ Darum bedürfe es eines respektvollen Umgangs miteinander. Mit Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Toleranz und christlichen Werten, welche auch im Grundgesetz verankert seien. Die Ausstellung soll das Bewusstsein hierfür schärfen.

Auf der Flucht – Frauen und Migration im Wirtschaftsgebäude des Wasserschlosses Glatt ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Im Begleitprogramm laufen auch zwei Dokumentarfilme: am 13. Oktober 2020 um 18 Uhr „Amal – eine syrische Flüchtlingsfamilie in Deutschland“, am 20. Oktober 2020 um 18 Uhr „Töchter des Aufbruchs“.

Die Ausstellung endet am 21. Oktober 2020 um 17 Uhr mit einem Nachtgebet.

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