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Samen der Hoffnung säen - Aktionen gegen Terrorismus nötig

Nigeria leidet unter Terrorismus. Erzbischof Musa, Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), sieht die Regierung seines Landes in der Pflicht. Die Kirchen setzten sich bereits stark für den Zusammenhalt der Gesellschaft ein, sagte er in Stuttgart.

Menschenrechte, human rights. Foto: Darwin Laganzon, pixabayFoto: Darwin Laganzon, pixabay

„UN-Resolutionen helfen nicht, es braucht konkrete Aktionen gegen den internationalen Terrorismus“, sagte Erzbischof Panti Filibus Musa, bei seinem Besuch in Stuttgart. Terroristen hatten am Pfingstsonntag eine katholische Kirche in der nigerianischen Stadt Owo angegriffen und 40 Menschen umgebracht. Die Terroristen seien nicht nur religiös motiviert, sondern auch ethnisch, politisch und kulturell.

Der lutherische Theologe startete in der Landeshauptstadt seine zehntägige Deutschlandreise. Er wurde von Landesbischof Frank Otfried July empfangen.

Musa wies darauf hin, dass sich die Kirchen in Nigeria verstärkt für Friedensprogramme und den Dialog mit Muslimen einsetzten. Der Erzbischof sieht die Bereitschaft verschiedenster Akteure, sich für den Zusammenhalt einzusetzen und Samen der Hoffnung zu säen. Nigeria sei heute nur eine Nation, weil es mehr Gutwillige und Gottesfürchtige gebe als solche, die zerstören wollen – „andernfalls wäre das Land schon längst untergegangen“.

Scharfe Kritik übte der LWB-Präsident an der ungerechten internationalen Verteilung von Covid-Impfstoffen. Dadurch verzögere sich die Überwindung der Krankheit, außerdem würden Mutationen des Virus begünstigt. Da alle Gesellschaften weltweit miteinander verbunden seien, gebe es im Falle neuer Virusvarianten keine Komfortzone.

Während die christlichen Kirchen in Afrika wachsen, sinken in Deutschland die Mitgliederzahlen. „Das Wachstum unserer Kirche liegt nicht in unseren Händen“, sagte der afrikanische Theologe. Der Trend könne sich auch in europäischen Ländern eines Tages wieder umkehren. „Vielleicht wird Deutschland in Zukunft wieder ein christliches Land, in dem jeder zur Kirche gehört.“ Die Christen sollten sich nicht entmutigen lassen, sondern dem Heiligen Geist vertrauen. □

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