Christliche Themen für jede Altersgruppe

Schnell zurück ins Studio - Heavenradio live vom Kirchentag

Während die meisten Kirchentagsbesucher daheim an den Computern saßen, waren unsere Volontäre eine Woche lang vor Ort in Frankfurt. Sie haben für das Projekt „Heavenradio“ gearbeitet und live vom Kirchentag berichtet. Wie war’s?

Live vor Ort: die Volontäre Clarissa Weber und Nico Bähr im Radiostudio. Foto: PrivatLive vor Ort: die Volontäre Clarissa Weber und Nico Bähr im Radiostudio. Foto: Privat

Clarissa Weber: Von meiner Heimatstadt Frankfurt habe ich fast nur die U-Bahn gesehen. Und natürlich das Radiostudio unseres Nachwuchsreporter-Projekts „Heavenradio“. Ich habe zusammen mit meinem Kollegen Marcel Gassan die „Morningshow“ moderiert, Montag bis Sonntag von sieben bis elf Uhr. Deshalb hat schon um vier Uhr morgens mein Wecker geklingelt. Kurz vor fünf bin ich aus dem Haus gegangen, gegen sechs Uhr war ich im Medienhaus in der Hanauer Landstraße. Dort habe ich dann – nach dem Corona-Schnelltest – mit Marcel die letzten Vorbereitungen getroffen, bevor wir live im Radio zu hören waren. Ich war vor allem für die Kirchentagstipps und das Wetter zuständig. Das war gar nicht so einfach: Am Dienstag habe ich zum Beispiel für den ganzen Morgen Schauer angekündigt, aber dann blieb es trocken.

Nico Bähr: Ich bin froh, dass Clarissas Wettervorhersage nicht eingetroffen ist. Denn ich war am Dienstag als Reporter unterwegs und habe darüber berichtet, wie Gastronomen vor der St. Katharinenkirche die ÖKT-Kunstinstallation „Ein Tisch“ mit bunten Tüchern dekorieren. Damit wollten sie zeigen, dass ihre Branche vielfältig ist und eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden der ganzen Gesellschaft spielt. „Ein Tisch“ besteht genau genommen aus vier Tischen. Die blauen Möbel sind riesig groß, bis zu zwei Meter hoch. Daneben habe ich mich gefühlt wie ein kleines Kind. Aber viel Zeit zum Klettern und Erkunden blieb mir nicht: Nach meinen Interviews musste ich auf schnellstem Wege zurück ins Medienhaus. Denn ein paar Stunden später lief der Beitrag schon im Heavenradio.

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Clarissa Weber: Schnell und spontan sein ist auch für die Live-Moderation essentiell. Zum Beispiel, wenn sich die Ausgangslage ändert und der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm doch nicht für ein Interview ins Studio kommt, sondern via Internet live ins Radioprogramm geschaltet wird. Unsere Kollegen mussten wir deshalb aus ihrer Redaktionskonferenz werfen, damit wir den Raum für unser Interview nutzen konnten. Dieses Gespräch war eins meiner Highlights. Ich bin froh, dass die Vorbereitung mit Marcel super geklappt hat, das Interview gut lief und Bedford-Strohm uns sagte, dass ihm das Gespräch mit uns – trotz kritischer Fragen – Spaß gemacht hat. Ich fand ihn total sympathisch.

Nico Bähr: So berühmt waren meine Gesprächspartner nicht. Aber nicht weniger sympathisch. Da der Kirchentag wegen Corona größtenteils im Internet stattfand, habe ich am Samstag einige digitale Begegnungsangebote ausprobiert. Im Planspiel des christlichen Vereins „bewegenswert“ schlüpften wir Teilnehmer in die Rolle von Fischern und sollten mehr Fische als alle anderen fangen. Schon bald haben wir zusammen statt gegeneinander gearbeitet, um die Fischbestände zu sichern. Das war auch das Ziel des Planspiels: Zu merken, dass Egoisten vielleicht kurzfristig mehr Profit machen, aber dass sie längerfristig auch nichts davon haben, wenn alle Ressourcen aufgebraucht sind. Für uns war der Ökumenische Kirchentag eine Woche voller Begegnungen und Perspektivwechsel. □

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