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Sicheres Online Banking

Bequem von unterwegs und zuhause „bänken“? Aber klar, wenn Sie ein paar Regeln einhalten. Luthers zeigt Ihnen, was Sie bei elektronischen Bankgeschäften beachten sollten, um Herr Ihres Geldes zu bleiben.

Sicheres Online BankingBild: Clipdealer

Hacker, die Computernetze angreifen, Konten von Online-Banking-Kunden abräumen oder Geldautomaten manipulieren – fast täglich lesen wir solche Meldungen. Daher fragen sich die Online- Bank-Kunden immer wieder: Soll ich meine Überweisungen wirklich per Internet machen? Oder ist der gute alte Überweisungsträger und der Gang zur Bank nicht doch das Beste? Um es vorwegzunehmen: Online-Banking ist sicher. Allerdings nur, wenn Sie ein paar Grundregeln konsequent beachten.

Zu diesen Grundregeln gehört ein einprägsamer Vergleich, der das Problem trifft: In der Hosentasche hat jeder sein Taschenmesser eingeklappt. Ein offenes Messer hingegen führt unweigerlich zu Verletzungen. Genauso verhält es sich beim Umgang mit dem Online- Banking. Hier gilt der Merksatz: Vorsicht und Sicherheit gehen vor Schnelligkeit!

Doch wie funktioniert sicheres Online-Banking? Aufwelche Details sollten Online-Benutzer achten? Rat holte sich Luthers bei Sebastian Schreiber, Geschäftsführer der Syss GmbH in Tübingen. Bekannt ist Sebastian Schreiber aus seinen zahlreichen Auftritten in Verbrauchersendungen in Funk und Fernsehen.

Welche Online-Banking-Verfahren sind aus Ihrer Sicht sicher?

Sebastian Schreiber: Derzeit sind zwei Varianten als sicher zu bezeichnen. Erstens: Das Chip-TAN-Verfahren: Hier füllen Sie ein elektronisches Formular für die Überweisung etc. am Bildschirm aus. Danach erzeugen Sie mit Ihrer Geldkarte, dem Bildschirm Ihres Computers und einem kleinen Zusatzgerät die sogenannte Transaktionsnummer (TAN). Bevor die TAN auf dem Zusatzgerät erscheint, wird der Zahlbetrag und Kontonummer des Empfängers angezeigt. Wenn diese mit Ihren Eingaben übereinstimmen, können Sie den Überweisungsvorgang beruhigt abschließen, indem Sie die TAN am Computer eingeben und das Formular absenden.

Und zweitens ist das M-TAN-Verfahren sicher: Im Prinzip ist dieses Verfahren dem Chip-Tan-Verfahren sehr ähnlich. Lediglich die TAN wird nicht mit Hilfe der Geldkarte erzeugt. Sondern Sie erhalten die TAN als SMS auf Ihr Mobiltelefon.

Welche Sicherheitsmaßnahmen sollte der Benutzer bei der Verwendung dieser Verfahren anwenden?

➤ Wenn Sie diese Verfahren anwenden, ist besonders wichtig, dass Ihr Telefon erstens mit einem Code gesichert ist, zweitens nicht in fremde Hände gelangt, drittens ausschließlich mit dem original Betriebssystem läuft und viertens nur von seriösen Anbietern Apps installiert sind.

Und welche Online-Banking-Verfahren sind unsicher?

➤ Ganz einfach: Alle anderen!

Was kann ich tun, wenn meine Bank ein unsicheres System einsetzt?

➤ Ebenfalls ganz einfach: Die Bank wechseln. Oder konsequent auf Online-Banking verzichten und sich aktiv davon abmelden. Das heißt, nur einfach kein Online- Banking machen, schützt Ihr Geld nicht! Die Konten müssen vielmehr von dem Online-Kanal getrennt sein. Nur das schützt sicher.

Welchen Zugang sollten Nutzer verwenden?

➤ Die gängigen Finanzprogramme sind generell sicherer als webbasierte Direktzugänge. Zudem bieten sie die Möglichkeit, alle Konten und Depots bei mehreren Banken bequem von einer Oberfläche aus zu verwalten.

Wenn ich kein Finanzprogramm habe, welcher Browser ist der sicherste?

➤ Das ist reine Geschmackssache. Ich nutze ausschließlich Firefox.

Verraten Sie uns Ihre persönlichen Tipps zur Sicherheit bei Online-Geldgeschäften?

➤ Ich habe sieben Tipps, die auch ich beherzige:

1. Behalten Sie Ihren Kontostand mehrmals pro Woche im Auge.

2. Halten Sie Ihren PC auf dem Laufenden. Das heißt, installieren Sie die Updates aller Programme. Setzen Sie immer die neueste Version der Programme ein.

3. Schützen Sie Ihren PC und Ihr Handy vor fremdem Zugriff. Das heißt, setzen Sie Passwörter ein, die mindestens zehn Zeichen lang sind, Buchstaben, Sonderzeichen und Zahlen enthalten, alle 90 Tage gewechselt werden und nur auf einem Gerät gültig sind.

4. Misstrauen Sie E-Mails. Motto hierbei: Im Zweifel nie. Das heißt, prüfen Sie immer vor dem Öffnen, ob Sie die Mail lesen wollen, für Sie bestimmt ist und der Absender seriös erscheint.

5. Setzen Sie keine Raubkopien ein. Sie sind oft das Einfallstor für Schadsoftware. Manchmal werden sie nur für diesen Zweck geknackt und verbreitet.

6. Online-Banking nur von „zuhause“, sprich in absolut sicherer Umgebung. Niemals in frei zugänglichen oder unsicheren Netzwerken etc.

7. Verschlüsseln Sie Ihre Festplatte und Mails. Dies gilt nicht nur für Laptops. Auch PC können geklaut werden. Im Urlaub bleibt ein Wohnungseinbruch oft lange unbemerkt - Zeit genug für elektronische Langfinger, sich in Ihre Zahlen einzuhacken und das Konto abzuräumen.

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