Christliche Themen für jede Altersgruppe

Über Grenzen hinweg - "Evi-App" für bessere Vernetzung

WEIKERSHEIM – Was hat die Kirche heute anzubieten, drei oder vier Dörfer weiter? Oft macht es Mühe, das schnell herauszufinden. Im Kirchenbezirk Weikersheim soll die „Evi-App“ jetzt die nötige Vernetzung untereinander bringen.

Vernetzung. Foto: Gerd Altmann, pixabayFoto: Gerd Altmann, pixabay

Ein Team der Bezirkssynode rund um Ralf Herdtweck aus Igersheim hat die Smartphone-App auf den Weg gebracht. Die Evi-App trage dazu bei, „dass die Kirchengemeinden präsent sind“, sagt Teammitglied Joachim Scheu-Hachtel aus Wermutshausen. Es gehe um Zukunftsperspektiven und Stärkung der Kirchenbindung. Hier könne man erfahren, wo kirchenmusikalisch etwas geboten sei oder ein besonderer Gottesdienst stattfinde.

Einige Jahre hat es gedauert, bis der digitale Wegweiser fertig war. Begonnen hatte es mit Beratungen der Pfarrerschaft über eine kirchliche Milieustudie mit dem EKD-Sozialwissenschaftler Daniel Hörsch. Im Herbst 2014 stellte er sie den Synodalen vor: Zu erwarten seien eine „Entjüngung“ der Kirche und zunehmende Landflucht. Da sei die Synode am Zug, meinte Dekanin Renate Meixner. „Wahrnehmen und dann gestalten“ müsse die „Zukunftswerkstatt“, ein neuer, zehnköpfiger Arbeitskreis.

Evi App, Weikersheim, ev. Kirchengemeinde. Foto: Peter KeßlerNach einem Jahr sagte die Arbeitsgruppe, nötig sei ein breitgefächertes Gottesdienstangebot, außerdem müsse die Kirche ins Gespräch gebracht werden. Es folgten Begegnungsabende der Kirchengemeinderäte in den Distrikten. Doch „das war mir alles zu theoretisch“, erinnert sich Ralf Herdtweck. Schon lange sei er darüber enttäuscht gewesen, wie wenig man über Gemeindegrenzen hinaus voneinander gewusst habe. Auch andere Nichttheologen dachten so – und es bildete sich ein Team aus „Laien“ des Arbeitskreises für praktische Projekte, die die Gemeinden im Bezirk einander näherbringen sollten. Außer Ralf Herdtweck und Joachim Scheu-Hachtel gehörte noch Ulrich Hammel aus Elpersheim dazu.

Der Durchbruch für das Projekt „digitale Kommunikation‘“ kam bei einer Sitzung mit Gästen. Da wurde klar, dass die Bezirks-Homepage zu unbeweglich sei. „Da macht man eine App“, habe einer der jungen Leute erklärt. So erreiche man mit dem Angebot der Kirche auch die, die nicht zur älteren Generation gehörten.

Der Vorschlag fand Zustimmung – und so entstand eine übersichtliche App: Alles, was in den nächsten Wochen in den Bezirksgemeinden geboten ist, wird hier präsentiert. Man kann die Suche thematisch eingrenzen oder auf angrenzende Orte beschränken. Empfehlungen lassen sich leicht per Whatsapp oder E-Mail weitergeben. Verantwortliche in allen Kirchengemeinden pflegen die Daten ein. Jeder kann jetzt die App im „Play Store“ beziehungsweise „App Store“ unter „Evi Weikersheim“ herunterladen. Es gibt auch eine Informationsbroschüre für die Gemeindemitglieder. Ulrich Hammel hat sie gestaltet. □

◼ Weitere Informationen gibt es bei Ralf Herdtweck, E-Mail ralf.herdtweck(at)gmx.de