Christliche Themen für jede Altersgruppe

Was für ein Zirkus!

Zirkus­vorstellung dazu. In den Sommerferien können Kinder aus Reutlingen und Umgebung zu Artisten werden. Möglich macht das die „Christliche Zirkusschule“ des Evangelischen Jugendwerks. Leiter Ralf Dörr freut sich, bei dieser Freizeit Kinder mit dem Glauben vertraut zu machen.

Ines Rosner hat schon reichlich Erfahrung als Clownin gesammelt.  Fotos: Wolfgang Albers

Einen Zirkus zu besuchen ist toll, selbst im Zirkus auftreten noch besser – aber einen Zirkus zu organisieren – hmm. Schwierige Sache, viel Aufwand. Da zuckt man erst mal zurück. Das haben auch die Verantwortlichen vom Reutlinger Bezirk des Evangelischen Jugendwerkes (ejr). getan. Aber jetzt ist bald doch Premiere: In den Sommerferien bietet das ejr die „Christliche Zirkusschule“ an.


Das Evangelische Jugendwerk hat ein sattes Jahresprogramm und Sommerfreizeiten sind ein fester Bestandteil davon. Doch Ralf Dörr, Leiter des ejr, hatte gemerkt, dass manche Kinder und Jugendliche sich nicht anmeldeten, weil sich die Familien die Teilnahmegebühren nicht leisten konnten. Auch wenn diese an sich schon niedrig waren. Vor allem im Weltwirtschaftskrisen-Jahr 2008 waren auch 100 Euro manchmal zu viel.

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Einen Zirkus zu besuchen ist toll, selbst im Zirkus auftreten noch besser – aber einen Zirkus zu organisieren – hmm. Schwierige Sache, viel Aufwand. Da zuckt man erst mal zurück. Das haben auch die Verantwortlichen vom Reutlinger Bezirk des Evangelischen Jugendwerkes (ejr). getan. Aber jetzt ist bald doch Premiere: In den Sommerferien bietet das ejr die „Christliche Zirkusschule“ an.


Das Evangelische Jugendwerk hat ein sattes Jahresprogramm und Sommerfreizeiten sind ein fester Bestandteil davon. Doch Ralf Dörr, Leiter des ejr, hatte gemerkt, dass manche Kinder und Jugendliche sich nicht anmeldeten, weil sich die Familien die Teilnahmegebühren nicht leisten konnten. Auch wenn diese an sich schon niedrig waren. Vor allem im Weltwirtschaftskrisen-Jahr 2008 waren auch 100 Euro manchmal zu viel.


Daraus entstand „fit4life“, Freizeiten in Reutlingen mit Tagesprogrammen, deren finanzielle Barriere bei null Euro lag. Viele Sponsoren haben es ermöglicht, dass das Jugendwerk auch ohne finanzielle Beteiligung der Eltern ein interessantes Programm anbieten kann. Ebenso gehört das Engagement vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter dazu. Trotz dieser Erfolgsgeschichte kam bei den Porgrammverantwortlichen das Gefühl auf, ein völliges neues Konzept für die kostenlosen Sommerfreizeiten könne nicht schaden.


Ein „Zirkusimpulstag“ im Jahr 2017 in Eningen brachte den Gedanken an ein Zirkusprojekt erstmals auf. Und dann wurde er gleich wieder beiseite geschoben, erinnert sich Ralf Dörr. Zirkuselemente bei Freizeiten waren den Jugendwerklern schon vertraut. Und selbstverständlich gibt es auch professionelle Anbieter von Zirkusfreizeiten für Jugendliche. Aber als Evangelisches Jugendwerk sich an so was wagen? Daran mussten sich die Verantwortlichen erst mal gewöhnen – und sind jetzt stolz darauf, dass sie sich getraut haben. „Meines Wissens sind wir die einzigen im weiteren Umkreis, die so etwas machen“, sagt Ralf Dörr.


Kürzlich war das erste Vorbereitungstreffen. Es hat sich schon ein Kreis aus Jugendlichen gebildet, die als Leiterinnen und Leiter mitmachen wollen. Sie haben sich schon als Talente auf dem Einrad oder bei der Jonglage gezeigt und können die Kinder im Sommer anleiten. Und dann macht auch noch Ines Rosner mit. Die Dettenhäuserin ist Sozialarbeiterin und Sozial­pädagogin, sie hat reichlich Auftrittserfahrung, unter anderem als Klinik-Clown. Sie bringt den professionellen Zugang in das Projekt.


Einer der Leiter ist der Jugendreferent Manuel Uzelmaier. Er bekam gleich mal einen Zylinder als Kennzeichen des Zirkusdirektors aufgesetzt und zog auch gleich die Verbindungslinien zur Religion: Im Zirkus falle man bei den Proben oft hin. Da müsse man immer wieder aufstehen, dranbleiben.
Genauso sei es mit dem Glauben: „Auch da denkt man erst, ich habe alles verstanden, super – und dann kommen die Zweifel. Da muss man dann einfach mal ausprobieren: einfach mal glauben. Wie man einfach mal jonglieren ausprobieren muss, oder auf dem Drahtseil balancieren.“


Christliche Zirkusschule heißt das Projekt bewusst, „und die Woche endet auch mit einem Zirkusgottesdienst“, sagt Ralf Dörr. Bei der Zirkusschule werden auch christliche Geschichten erzählt: „Das Wandeln des Petrus auf dem Wasser lässt sich gut mit Mitteln des Zirkus erzählen:  Da bietet sich ein Versuch auf dem Drahtseil an.“


Zwei Zirkuswochen (pro Woche fünf Euro Teilnahmegebühr) wird es geben. Sie finden vom 26. August bis zum 7. September statt, 70 Kinder und Jugendliche können mitmachen. Kaum war das Angebot bekannt, waren schon die ersten 20 Kinder angemeldet. Jetzt hat Ralf Dörr noch einen Wunsch: „Dass auch Kinder und Jugendliche kommen, die sich sonst bei der Kirche eher fernhalten.“

Anmeldung unter Telefon 07121- 949960, im Internet: www.ejr.de/nichts-wie-weg/christliche-­zirkusschule

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