Christliche Themen für jede Altersgruppe

„Worauf warte ich?“

Im Advent wird gerne gebacken und musiziert. In den Geschäften hört man Weihnachtsmusik, und überall glitzert es. Dabei wird ganz vergessen, dass der Advent ähnlich wie die Passionszeit eigentlich zu den stillen Zeiten des Kirchenjahrs gehört, zur Besinnung und Meditation einlädt. 


Advent, eine Zeit des Gebets. Warum nicht bei Tisch damit anfangen? (Foto: epd-bild)


Armen wurden etwa Essen und Kleidung gegeben, Bis heute ist es eine gute Tradition, in der Adventszeit Geld zu spenden. Das Spenden geht auf Bischof Perpetuus von Tours zurück. Er hat Martin von Tours verehrt, der mit einem Bettler seinen Mantel geteilt hat. Perpetuus legte den Martinstag (11. November) als Beginn der adventlichen Buß- und Fastenzeit fest. Zur Bußzeit gehörten strenge Regeln. So durfte in der Adventszeit früher weder geheiratet noch getanzt werden.

Vorbereitungszeiten sind auch Wartezeiten. Doch mit dem Warten haben sich die Kinder schwergetan, die vor 170 Jahren Johann Hinrich Wichern bei sich aufgenommen hatte. Weil sie immer wieder wissen wollten, wann endlich Weihnachten sei, hat er auf ein Wagenrad 19 kleine Kerzen (für die Wochentage) und vier große Kerzen (für die Adventssonntage) gesteckt. Jetzt konnte jedes Kind erkennen, wie lange es noch bis Weihnachten war. Später kam das Tannengrün hinzu. So entstand der Adventskranz.

Als Fastenzeit ist der Advent heute kaum mehr vorstellbar. Dennoch gibt es Christen, denen im Advent stille Zeiten wichtig sind. Sie zünden dann eine Kerze in der Kirchenjahreszeitfarbe Violett an und halten inne. Im Mittelpunkt der Andachten kann das Warten stehen. Worauf warte ich? Welche Wünsche habe ich an mein Leben? Welche kann ich anderen erfüllen? Etwa mehr Zeit für eine Freundin oder den Partner zu haben.

Wem solche geistlichen Auszeiten schwerfallen, der kann mit einer einfacheren Variante beginnen: mit dem Tischgebet. Es kann gut vorbereitet und schnell ein Ritual werden. Man kann es nicht vergessen, denn gegessen wird jeden Tag. Ein Anfang ist schnell gemacht: Wir haben Ihnen Tischgebete zu drei Themen zusammengestellt, die einen konkreten Bezug zum Leben haben.


Was es an den christlichen Festen im Jahr
wirklich zu feiern gibt:

Uwe Metz
Weihnachtsmann Osterhase ...
alles nur Schokolade?

Edition Evangelisches Gemeindeblatt
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