Christliche Themen für jede Altersgruppe

Zur Nachahmung empfohlen - Gute Ideen für den Corona-Alltag

In Zeiten der Corona-Krise sind gute Ideen gefragt. Was kann man tun, um älteren Menschen eine Freude zu machen und ein wenig Abwechslung in den Alltag voller Einschränkungen zu bringen? Auch jene, die gerade im Dauereinsatz für die Senioren sind, freuen sich über Wertschätzung. Hier sind vier Beispiele aus Alten- und Pflegeheimen.

Corona: Telefonieren mit dem Tablett. Foto: PressebildCorona: Telefonieren mit dem Tablett. Foto: Pressebild

Tablets für die Heimbewohner - Neues im Corona-Alltag

In Zeiten der Besuchersperre sind neue Wege gefragt, um in Kontakt zu bleiben. In den Pflegeheimen des Wohlfahrtswerks ist der Austausch mit den Angehörigen jetzt via Computer-Telefonie möglich. Alle Heime wurden mit einem Tablet-Computer ausgestattet, auf dem das Programm Skype installiert ist. Die Angehörigen vereinbaren mit den Mitarbeitern Termine für ein solches Skype-Gespräch, bei dem man sich nicht nur hört, sondern auch sieht. Die Altenpfleger stellen den Senioren das Tablet bereit und helfen bei der Bedienung.

Für Abwechslung im Heimalltag sorgen auch unterschiedliche Projekte mit virtuellen Realitäten. So können Angehörige in einigen Einrichtungen Fotos, Sprachnachrichten oder Videobotschaften aufnehmen, die die Mitarbeiter über spezielle Geräte im Bewohnerzimmer wiedergeben lassen.

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Schlager im Garten - Beschwingt im Corona-Alltag

Musik muntert auf und weckt Erinnerungen an gute Zeiten im Leben. Deshalb singen die Menschen derzeit von Balkon zu Balkon, wie es die Italiener so bravourös vorgemacht haben, deshalb wird in vielen Gemeinden jeden Abend um 19 Uhr „Der Mond ist aufgegangen“ am offenen Fenster gesungen. Und wenn in Heimen der Besuch von Musikern nicht mehr möglich ist, dann geben sie eben vor der Tür ihr Können zum Besten. Bei herrlichem Sonnenschein spielte Karl Reinhard Krüger im Freien mit seinem Akkordeon auf, während die Bewohner des Friedrichshafener Seniorenzentrums Gustav-Werner-Stift (GWS) im Innern des Hauses bei geöffneten Türen und Fenstern seinen Schlagern und volksmusikalischen Klängen lauschten. „Wir haben viele glückliche Gesichter sehen können“, sagte Veronika Seger vom Sozialdienst des GWS im Anschluss an das etwa einstündige Konzert. Schon bald soll es eine Wiederholung geben. Brigtitte Geiselhardt

Gitarre, Garten. Foto: Pixaby / Jana V.M.Foto: Pixaby / Jana V. M.

Pinnwand mit Karten bringt Abwechslung in den Corona-Alltag

Es ist unglaublich, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krankenhäusern und Altenpflege-heimen derzeit täglich leisten. Seit Externe keinen Zutritt mehr haben, Ehrenamtliche und Therapeuten als Unterstützer wegfallen, hängt die ganze Arbeit an ihnen. Da ist es schön, immer wieder ein Dankeschön von den Angehörigen zu bekommen. Damit alle auch sehen können, wie zahlreich und vielfältig der Dank ausfällt, hat man im Gradmann-Haus für Demenzkranke in Stuttgart eine Pinnwand eingerichtet, an der all die ermutigenden Zuschriften der vergangenen Tage und Wochen frei zugänglich hängen. Eine Wohltat und Kraftquelle für die, die immer wieder am Rande der Erschöpfung sind. Einfach mal eine Pause machen und ein paar Augenblicke lang die anerkennenden Worte auf sich wirken lassen: Es tut gut, wenn das, was man macht, wahrgenommen und gewürdigt wird.

Corona, malt Bilder für uns. Diakonissenanstalt. PressebildFoto: Pressebild/Diakonissenanstalt

Kreativität im Corona-Alltag  - Malt Bilder für uns!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, dachten die Verantwortlichen der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart und forderten Kinder und Jugendliche auf, etwas für die Bewohner ihrer Altenheime zu malen. Die Resonanz des Aufrufs war überwältigend, eine Flut von Bildern und Karten erreichte die Bewohner der beiden Pflegezentren: Motive in den schönsten Farben, aufmunternde Zuschriften, die die Isolation erträglicher machen. Weitere Post ist willkommen.

Die Adressen:

Pflegezentrum Bethanien, „Für einen lieben Bewohner“, Onstmettinger Weg 35, 70567 Stuttgart
oder
Pflegezentrum Paulinenpark, „Für einen lieben Bewohner“, Seidenstraße 35, 70174 Stuttgart.

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