Christliche Themen für jede Altersgruppe

Gott und die Welt im Monat Mai

Die Ratgeber-Rubrik auf Ihre Fragen rund um die Kirche, den Glauben und die Bibel. Monat für Monat eine neue "Gebrauchsanweisung" für die Kirche, ein neues Kommentar von Corvus und die Tipps zum Einstieg in die Bibel.

Bild: Eva-Maria Waas

Mein Vater, der im Himmel wohnt,
Als König aller Engel thront,
Der ist mir nah bei Tag und Nacht
Und gibt auf meine Schritte Acht.
Er nährt den Sperling auf dem Dach‘,
Und macht zur Früh die Vögel wach,
Er schmückt mit Blumen Wald und Flur,
Und pflegt die Zierde der Natur.

Heinrich Bone

Gebrauchsanweisung für die Kirche

„Kirche ist ein bisschen kompliziert“ – diese Meinung hört man immer wieder von Menschen, die protestantischen Glaubens sind, aber vielleicht nur selten zum Gottesdienst kommen können. Mit unserer „Gebrauchsanweisung für die Kirche“ machen wir den Zugang zu Glauben und zur Gemeinde einfacher. Auch Sie haben eine Frage zu Glaube, Kirche oder Gemeinde? Zu Riten und Bräuchen, Festen oder Ämtern?
Senden Sie uns Ihre Fragen - per Post an die Redaktion Luthers, Augustenstrasse 124, 70178 Stuttgart oder per e-mail an redaktion(at)luthers-magazin.de.

Gott und die Welt Jahresübersicht 2013

„Wozu brauche ich eigentlich einen Paten für mein Kind?“

Das kirchliche Patenamt soll dazu beitragen, dass unsere Kinder verlässliche Wegbegleiter auf dem Weg zum eigenen Glauben und zur religiösen Mündigkeit haben. Wenn Paten offen und freimütig ihre eigenen Erfahrungen mit dem Evangelium und dem christlichen Glauben ins Gepräch mit ihren Patenkindern bringen, dann profitieren beide davon, die Alten und die Jungen.

Welche Voraussetzungen muss ein Pate mitbringen, damit ihn die Kirche akzeptiert?

Weil es sich nach dem Verständnis der Kirche beim Patenamt um ein kirchliches Amt handelt, sollte ein Pate hinter dem stehen, wofür die Kirche steht: hinter ihrem Auftrag, das Evangelium zu verkündigen und in der Welt den Menschen Gottes Liebe erfahrbar zu machen.  Heißt dies, dass bei einer evangelischen Taufe alle Paten evangelisch sein müssen? Nicht unbedingt. In der Regel sollte ein Pate/ eine Patin der evangelischen Konfession angehören. Aber auch Angehörige einer anderen Konfession können bei einer evangelischen Taufe als Paten ins Taufverzeichnis eingetragen werden. Nichts spricht dagegen, solche ökumenischen Chancen zu nutzen!

Heißt dies aber, dass der muslimische Freund der Familie oder die aus der Kirche ausgetretene Tante nicht das Patenamt übernehmen können?

In der Tat, das heißt es: Sie können, wie gesagt, kein „Amt“ in der Kirche übernehmen, weil von ihnen auch nicht erwartet werden kann, dass sie den Auftrag der Kirche bejahen und unterstützen. Sie können aber als „Zeugen“ ins Taufverzeichnis aufgenommen werden.

Was geschieht, wenn die Eltern keine geeigneten Paten finden, die bei der Taufe anwesend sein können?

Wichtig ist zunächst einmal: Eine korrekt vollzogene Taufhandlung ist auch dann „eine gültige Taufe“, wenn Taufpaten (üblicherweise sind es mindestens zwei) fehlen. Denkbar ist dann, aus der Gemeinde „Taufzeugen“ zu suchen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, im Nachhinein Taufpaten zu benennen und nachträglich ins Taufverzeichnis aufzunehmen.