Christliche Themen für jede Altersgruppe

Typisch Sonntag!

Knitz und wortwitzig rückt der schwäbische Kabarettist Christoph Sonntag den kleinen und großen Alltäglichkeiten zu Leibe. Mit seiner „STIPHTUNG CHRISTOPH SONNTAgGmbH“ setzt er sich mit Projekten wie „Klassenzimmer am See“ oder „Sternchenfänger“ besonders für Kinder ein.

Bild: © Christoph Sonntag

Im Interview: Christoph Sonntag

Was bedeutet der Begriff „Fest“ für Sie?

Christoph Sonntag: Fest hat natürlich vor allem mit Erinnerungen von früher zu tun. Man hat nicht so großartig gelebt wie heute und ein Fest, sei es die Konfirmation der Cousine oder der 60. Geburtstag von Opa gewesen, das war immer eine feine Sache, die ganze Familie kam zusammen und die war bei mir sehr umfassend groß und spannend!

Was macht eine Feier überhaupt zum Fest?

➤ Eine Feier kann für mich zum Fest werden, wenn sie eine besondere Bedeutung hat oder bekommt. Ein Fest ist für mich durch den Festtag oder die Aktion vorgeschrieben. Es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied. Insgesamt ist Fest und Feier in jedem Fall besser als Zahnarzt!

Haben wir eigentlich noch die richtigen Anlässe im Sinn (Frage nach der Bedeutung des Osterfestes, die mittlerweile für viele Befragte unklar ist!)?

➤ Bei uns wird die Trennung von Kirche und Staat praktiziert. Das kann man bejubeln oder bejammern. Ich finde dies dann gut, wenn so religiöse Feste nicht unter den Tisch fallen, sondern gefeiert und auch andere Kulturen neugierig mit einbezogen werden.

Feiern wir in unserer Gesellschaft zu viele banale Feste?

➤ Wenn sie damit Halloween oder den Valentinstag meinen: Ja!

Sie tragen den Namen Sonntag. Welche Bedeutung hat der siebte Tag der Woche für Sie persönlich?

➤ Seit etwa 2 Jahren versuche ich, den Sonntag auftrittsfrei zu halten und der Familie zu geben. Das ist gar nicht so einfach! Für mich ist der Sonntag, wenn ich frei habe, ein herrlicher Tag, denn ein Wochenende habe ich so gut wie nie, Freitag und Samstag stehe ich immer auf der Bühne. Da ist der Sonntag ein willkommener Genuss, um sich zu entspannen und zu bemerken, wie groß über Nacht die Kinder geworden sind. Wenn ich abends im Bett liege und es fällt mir ein, dass die FAZ Sonntagszeitung noch ungeöffnet unten im Briefkasten liegt – dann war es ein guter Sonntag für die Familie!

Christoph Sonntag finden Sie hier im Internet.