Sollte der Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, dann klicken Sie bitte hier. Kirchennachrichten 27/2014

Nur noch Arbeit?

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Sonntag als Arbeitstag, obwohl er an sich geschützt ist? Das Bundesverwaltungsgericht hat diese Woche ein Urteil gefällt, das auch auf Baden-Württemberg Auswirkungen haben könnte.  Mehr dazu lesen Sie unter Kirchenkanzel. Seit 1995 ist der Buß- und Bettag als offizieller Feiertag abgeschafft. Doch im Fränkischen gibt es drei Orte, in denen an diesem Tag alle Läden, Arztpraxen und Handwerksbetriebe geschlossen sind. Davon lesen Sie unter Klingelbeutel. Gibt es das bei Ihnen auch? Wir freuen uns auf Ihre Antwort!

Ihre

Nicole Marten

Redaktion

Kirchenthemen der Woche

Aidsseelsorger: HIV-Positive leiden unter sozialer Ausgrenzung 

HIV-Positive in Deutschland leiden nach Ansicht des Aidsseelsorgers der Landeskirche, Eckhard Ulrich, noch immer unter sozialer Ausgrenzung. „Aus medizinischer Sicht hat sich einiges getan, aber die sozialen Probleme sind immer noch da, sie haben sich vielleicht sogar verschärft“, sagte er mit Blick auf den Weltaidstag am 1. Dezember. Laut einer Umfrage der Deutschen Aids-Hilfe verloren mehr HIV-Positive ihren Job wegen Diskriminierung als aus gesundheitlichen Gründen. In Stuttgart werden am 1. Dezember Menschen eine Solidaritätsschleife auf der Treppe beim Kunstmuseum bilden. Um 20 Uhr gibt es in der Leonhardskirche einen ökumenischen Gottesdienst.

Höhere Abgabe auf Kohlendioxid-Emissionen

Der Klimaforscher Ottmar Edenhofer plädiert zum Weltklimagipfel in Lima für eine höhere Abgabe auf Kohlendioxid-Emissionen zur Senkung der Treibhausgase. Der Preis für die Verschmutzung der Atmosphäre sollte europaweit 20 Euro je Tonne CO2 betragen, sagte der Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Dadurch würde der Anreiz steigen, Emissionen zu verringern. Aktuell kostet in Europa ein solches Verschmutzungsrecht fünf Euro. Beim Weltklimagipfel in der peruanischen Hauptstadt Lima verhandeln Staatenvertreter vom 1. bis 12. Dezember über ein neues globales Klimaabkommen, das Ende kommenden Jahres in Paris verabschiedet werden soll.

Tübinger baut längste Krippe der Welt

Die vermutlich längste Krippe der Welt steht in den nächsten Wochen im Fichtelgebirge: Genau 80 Meter und 56 Zentimeter lang ist die Holzkonstruktion, die der Tübinger Künstler Martin Burchard im Stadtpark von Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel errichtet hat. Die „Große Krippe“, - so der offizielle Titel des Kunstwerks - besteht aus 2014 Kanthölzern: Jede Holzlatte steht für ein Jahr seit der Geburt Jesu. Jahreszahlen an ausgewählten Stellen erinnern an wichtige Ereignisse der Religions-, Welt- und Stadtgeschichte. Zu sehen ist die Krippe vom 29. November 2014 bis 11. Januar 2015.
www.DieGrosseKrippe.de

Kirchenkanzel: Erinnern Sie sich?

Arbeit am Sonntag?

Der Schutz des Sonntags als arbeitsfreier Tag ist schon recht alt: Kaiser Konstantin der Große (306-337) war der erste, der durch ein staatliches Gesetz die Sonntagsruhe einführte. Vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Sonntag zunehmend zum Arbeitstag. Die Parlamente erließen daraufhin Gesetze, die die Sonntagsarbeit begrenzen sollten. Jetzt hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass zum Beispiel in Bibliotheken, Videotheken, Call-Centern und Lotto-Toto-Gesellschaften am Sonntag nicht gearbeitet werden darf. Das Urteil könnte Auswirkungen haben auf Baden-Württemberg, denn hierzulande dürfen Call-Center und Toto-Lotto-Gesellschaften auch am Sonntag arbeiten.

Kirchen-Homepage der Woche

Besondere Menschen im Fokus

„Von Leuten“ heißt ein Menüpunkt auf den Seiten der Kirchengemeinde Kleinsachsenheim. Kurze Porträts stellen zum Beispiel die Chorleiterin vor, die diesen Dienst schon 25 Jahre ausübt. Auch der neue Pfarrer und der neue Vikar haben sich in dieser Rubrik bereits vorgestellt.

Von Kirchturm zu Kirchturm

Brunch der Kulturen

Überrollt wurden die Veranstalter beim ersten „Brunch der Kulturen“ im Ulmer Haus der Begegnung. Mehr als 300 Menschen mit und ohne Migrationshintergrund kamen zum gemeinsamen Spät-Stück. Etliche, die sich nicht angemeldet hatten, fanden gar keinen Platz mehr. Die Hungrigen konnten aus kalten und warmen Gerichten aus 14 Ländern auf fünf Kontinenten wählen - von russischen Blini bis zum senegalesischen Hammelfleisch in Erdnusssoße, von italienischen Mozzarella-Spießchen bis zu brasilanischem Eintopf aus schwarzen Bohnen und Wurst.

Klingelbeutel

Feiertagsinseln am Buß- und Bettag?

Obwohl der Buß- und Bettag als Feiertag abgeschafft wurde, gibt es im Fränkischen drei  protestantische Gemeinden, die diesen Tag immer noch als Feiertag begehen. So blieben in diesem Jahr am 19. November sowohl in Burk und Weiltingen, beide im Landkreis Ansbach sowie in Gollhofen im Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim Geschäfte, Arztpraxen und Handwerksbetriebe geschlossen. Wir möchten wissen: Gibt es solche Gemeinden auch in Württemberg? Wenn ja, würden wir gerne darüber berichten. Hinweise senden Sie gerne an redaktion@evanggemeindeblatt.de  Herzlichen Dank!