Sollte der Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, dann klicken Sie bitte hier. Kirchennachrichten 18/2015

Zu wenig junge Leute auf dem Land

Liebe Leserin, lieber Leser,

in vielen ländlichen Regionen wird beklagt, dass junge Menschen lieber in die Stadt ziehen. Steffen Jäger, Sozialexperte des baden-württembergischen Gemeindetags, macht Mut: Es mangele nicht an Nachwuchs, sondern an Gründen zu bleiben. (Mehr dazu in der Rubrik „Kirchenkanzel“). Wenn der Nachwuchs in die Schule kommt, ist es eine schöne Idee, den künftigen Schulkindern ein kleines Geschenk von der Kirchengemeinde zu machen. Eine Idee finden Sie in der Rubrik Klingelbeutel. Nun wünschen wir Ihnen bei diesen hochsommerlichen Temperaturen entspanntes Planen für die Zeit nach der Sommerpause!

Ihre
Nicole Marten
Redaktion

Kirchenthemen der Woche

Hus-Gedenken

Den 600. Todestag des böhmischen Theologen Jan Hus, der am 6. Juli 1415 auf dem Konstanzer Konzil hingerichtet wurde, begeht die Stadt Konstanz mit einer Reihe von Veranstaltungen. Die Organisatoren des Konzilsjubiläums haben zu Ehren von Hus das Jahr unter das Leitthema Gerechtigkeit gestellt. Neben vielen Veranstaltungen ist die neue Dauerausstellung im Konstanzer Hus-Haus „Jan Hus – Mut zu denken, Mut zu glauben, Mut zu sterben“ zu sehen. Bis zum 31. Juli gibt es dort zudem die Ausstellung „Jan Hus in der tschechischen zeitgenössischen Kunst".

Keine Debatte zur Homo-Ehe

Enttäuscht hat der theologisch liberale Gesprächskreis „Offene Kirche“ auf die Streichung der Aktuellen Stunde bei der Sommertagung der Landessynode reagiert. Die Gruppe hatte beantragt, am Donnerstag in Stuttgart über das Thema Homo-Ehe zu diskutieren. Das hatten Präsidium und Landesbischof aus formalen Gründen abgelehnt, da das Thema schon bei der Erstellung der Tagesordnung hätte eingebracht werden können und damit nicht die Kriterien für eine Aktuelle Stunde erfülle.

Eltern und Schüler stellen Inhalte der Ganztagsgrundschule zur Diskussion

Die Ganztagsgrundschule in Baden-Württemberg soll nicht nur Unterricht bieten, sondern sich vor Ort gesellschaftlich auf möglichst vielen Ebenen vernetzen. Dies schlagen der Landesschülerbeirat und der Landeselternbeirat in ihrem Papier „Ganztagsgrundschule und ihre Verankerung in der Zivilgesellschaft“ vor. Auf der finanziellen Seite müssten für Kooperationen beispielsweise mit Vereinen „landesweit nach ersten Schätzungen mindestens 25 Millionen Euro“ eingesetzt werden, heißt es in dem Papier. Dazu kämen Investitionen für Baumaßnahmen wie eine leistungsfähige Mensa für das Schulmittagessen und erweiterte Raumprogramme.

Kirchenkanzel: Erinnern Sie sich?

Ausgestorbene Dörfer

Zwischen Ende 2007 und Ende 2009 nahm die Bevölkerung in fast allen Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern weiter zu, auf dem Land nahm sie ab: Vor allem Regionen in Ostdeutschland verloren bis zu 3,5 Prozent ihrer Bevölkerung binnen zwei Jahren. Auch in Zukunft werden ländliche Regionen den demografischen Wandel stärker spüren als Ballungsgebiete: Es wird dort anteilig noch mehr Ältere und weniger junge Erwachsene als in den Städten geben. Aber aussterben werden die Dörfer nicht, sagen Experten. Steffen Jäger, Sozialexperte des baden-württembergischen Gemeindetags, ist von der Vitalität des ländlichen Raums überzeugt. „Es mangelt nicht am Nachwuchs auf dem Land“, die geburtenstärksten Kreise Baden-Württembergs liegen in ländlichen Regionen. „Aber wir brauchen für junge Menschen Gründe zum Bleiben“, betont er bei einer Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll.

Kirchen-Homepage der Woche

Fotogalerie

Möttlinger Ansichten heißt eine Unterseite der Kirchengemeinde im Dekanat Calw. Dort werden Fotos gezeigt, die Gemeindemitglieder geschossen haben.

Von Kirchturm zu Kirchturm

Auszubildende machen Diakonie-Praktikum

Sellerieknollen schälen gehört normalerweise nicht zu den Aufgaben von Felix Braun. Eigentlich macht der 16-Jährige eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker bei den Reutlinger Stadtwerken. Wie alle dortigen Azubis muss er aber zu Beginn seiner Ausbildung eine Woche in den Werkstätten der Bruderhausdiakonie mitarbeiten – Seite an Seite mit Menschen mit Behinderung. Seit zehn Jahren gibt es diese Kooperation zwischen Stadtwerken und Bruderhausdiakonie inzwischen – für die Azubis ist es eine lehrreiche Erfahrung. Und auch wenn die Woche schnell vorbei war, sieht man sich wieder: Dann, wenn die Beschäftigten der Werkstatt Felix an seinem Arbeitsplatz besuchen.

Klingelbeutel

Geschenke für Schulanfänger

Vor den Sommerferien schon an den Schulbeginn denken: Viele Jungen und Mädchen erleben bald ihren ersten Schultag. In vielen Schulen und Gemeinden ist es eine schöne Tradition, aus diesem Anlass einen besonderen Familiengottesdienst zu feiern. Wenn Sie dafür ein passendes Geschenk suchen, empfehlen wir Ihnen unsere Kinderzeitschrift Benjamin! Weil Benjamin so auch neuen Lesern vorgestellt werden kann, bieten wir Ihnen ab einer Bestellung von 25 Exemplaren Benjamin zum Selbstkostenpreis von nur 1,20 Euro pro Heft an. Zum Bestellformular...