Sollte der Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, dann klicken Sie bitte hier. Kirchennachrichten 26/2015

Menschen helfen – hier und im Ausland

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Tafelläden, 1993 gegründet, haben durch die Flüchtlinge im Land einen immensen Zulauf. Doch jetzt müssen die Mitarbeiter mit fremdenfeindlichen Parolen umgehen – die Forderung, die Tafeln nur für Deutsche zu öffnen, ist noch eine der milderen Aussagen, die die Mitarbeiter zur hören bekommen (siehe Rubrik Kirchenkanzel). Auch um Flüchtlinge kümmert sich die evangelische Jugend Stuttgart: Sie lässt jugendliche Flüchtlinge in ihrer Kletterhalle klettern (siehe Rubrik von Kirchturm zu Kirchturm). Um das Wohl von Menschen in anderen Ländern geht es auch beim Opfer für Weltmission – eine neue Broschüre stellt 99 Projekte im Ausland vor (siehe Rubrik Klingelbeutel). Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihre
Nicole Marten
Redaktion

Kirchenthemen der Woche

Vertriebene Minderheiten stärker unterstützen

Kirche und Gesellschaft sollen Minderheiten unter Flüchtlingen stärker unterstützen. Dabei müsse besonders Menschen ohne Fluchtalternative wie Christen und Konvertiten geholfen werden, teilte die Evangelische Ausländerseelsorge mit. Sie forderte zudem, Minderheiten in ihrer Unterkunft besser zu schützen sowie eine Altfallregelung für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak.

Bibelgesellschaft präsentiert Wendebibel

Die Bibel in klassischen bis unkonventionellen Formaten präsentiert die Deutsche Bibelgesellschaft auf der Frankfurter Buchmesse. Dort wird als Weltneuheit eine sogenannte Wendebibel präsentiert. Die Wendeausgabe der Gute Nachricht Bibel beginnt durch eine unkonventionelle Textanordnung auf beiden Seiten von vorn. Je nachdem, wie man das Buch in der Hand hält, beginnt der Text mit dem Alten oder dem Neuen Testament. Daher hat der Einband zwei unterschiedliche Vorderseiten, um 180 Grad gegeneinander gedreht, statt wie üblich eine Vorder- und eine Rückseite.

Mit der Pferdekutsche den Friedhof entdecken

Unter dem Motto „Natur erleben – Natur gestalten“ laden die Karlsruher Friedhofstage am kommenden Wochenende zu Natur-Lebensraum-Führungen ein. Dabei haben Besucher die Möglichkeit, den Natur-Lebensraum aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken. Geplant sind unter anderem Führungen zu Fuß, Rundfahrten mit der Pferdekutsche, Ausstellungen sowie persönliche Beratungen und Informationsveranstaltungen zum Thema Friedhofs- und Bestattungskultur.

Kirchenkanzel: Erinnern Sie sich?

Tafeln mit fremdenfeindlichen Parolen konfrontiert

Die erste deutsche Tafel wurde von der Initiativgruppe Berliner Frauen e.V. 1993 in Berlin gegründet, heute gibt es bundesweit mehr als 900 Tafeln mit mehr als 3.000 Tafel-Läden und Ausgabestellen. Kritiker meinen, dass die Tafeln den Druck reduzieren, die Ursachen der Armut zu bekämpfen. Aktuell werden Mitarbeiter der Tafeln in Deutschland wegen ihres Engagements für Flüchtlinge immer öfter mit fremdenfeindlichen Parolen attackiert. Eine der harmloseren Forderungen laute etwa, die Lebensmittel ausschließlich an bedürftige Deutsche zu verteilen, sagt der Vorsitzende des Bundesverbandes der Tafeln, Jochen Brühl. Doch es dürfe nicht sein, dass die Armen gegeneinander ausgespielt würden.

Kirchen-Homepage der Woche

Bloggende Gemeinde

Die Kirchengemeinde Reichenbach an der Fils hat in ihrem Internet-Auftritt einen Blog für aktuelle Einträge integriert.

Von Kirchturm zu Kirchturm

Kletterkurse für Flüchtlinge 

Die Kletterhalle cityrock der Evangelischen Jugend Stuttgart und das Eichenkreuz Stuttgart e.V. bieten Flüchtlingen in zweiwöchigen Abständen eine Gelegenheit zum Klettern. Die Aktion startet erstmals am 21. Oktober. Das Angebot richtet sich vorrangig an jugendliche Flüchtlinge, die vom Jugendamt in Obhut genommen sind und meistens mehrere Monate auf eine weiterführende Jugendhilfemaßnahme warten müssen. Alle Teilnehmenden besuchen seit ihrer Ankunft in Stuttgart einen Sprachkurs. Die Unterrichtssprache beim Klettern ist Deutsch. So sollen die bereits erworbenen Kenntnisse weiter gefördert werden. 

Klingelbeutel

Opfer für die Weltmission

Eigene Schwerpunkte setzen können Gemeinden  bei der Frage, welche Missionsgesellschaft das Opfer für die Weltmission bekommen soll. Doch welche Organisation betreut welche Projekte? Antworten bietet das Heft „Opfer für Weltmission – Aufgaben 2016“. Es stellt 99 Projekte in vielen verschiedenen Ländern vor, die von Missionsgesellschaften durchgeführt werden. Erhältlich ist das Heft beim Evangelischen Oberkirchenrat, Patricia Dilchert, Telefon 0711-2149-518, E-Mail: Patricia.Dilchert@elk-wue.de