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Energie-Tipps mit Grips: Kleine Kniffe, großer Effekt

Es gibt viele Ratschläge, wie man sparen kann. Luthers zeigt, welche Tipps im Alltag Geld und Strom sparen helfen – und dazu die Schöpfung bewahren. Energiesparen im Haus? „Nix für unsere Familie!

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Energiesparen im Haus?

„Nix für unsere Familie! Dazu muss ich doch am besten gleich mein ganzes Haus dämmen, die Heizung erneuern, die Fenster sanieren – und das kostet alles ein Wahnsinnsgeld....“

Wer so denkt, vergisst: Es ist die Summe vieler kleiner Tipps und Entscheidungen, die uns hilft, mit Öl, Gas und Strom besser umzugehen. Ein kleiner Rundgang durchs Haus beweist das – hier fünf Tipps für die ganze Familie, die nichts oder wenig kosten. Und die von allen ohne Mühe eingehalten werden können. Beginnen wir mit unserem Energiespar-Spaziergang in der Küche:

Wie kalt mein Kühlschrank sein muss

Die richtige Antwort lautet: Er muss nicht auf 1 Grad Celsius kühlen. Eine Temperatur bis sieben Grad im Kühlschrank halten Experten vom Bundesinstitut für Risikobewertung aus hygienischer Sicht für durchaus noch akzeptabel. Jedes Grad, das nicht heruntergekühlt werden muss, bedeutet weniger Strom - das spart eine Menge Energie. Allerdings gelten dann einige Regeln, um die Hygiene im Kühlschrank aufrecht zu erhalten: Das Gerät sollte jede Woche gereinigt werden. Die Lebensmittel in geschlossene Behälter packen, Gemüse kommt ins Gemüsefach. Fleisch, Fisch und Geflügel ins Fach darüber – dort ist es am kühlsten. Allerdings gilt: Wer rohes Hackfleisch lagern will, muss dies bei Temperaturen um zwei Grad tun – sonst können sich Bakterien zu schnell vermehren. Weiter geht es ins Bad.

Was ein neuer Duschkopf alles bewirken kann

Sechs Minuten, so sagt die Statistik, duschen die Deutschen im Schnitt. Da fließt eine Menge warmes Wasser durch die Dusche in den Abfluss. Abhilfe schafft ein Sparduschkopf, aus dem weniger Wasser fließt. Mit einem solchen Duschkopf lässt sich der Wasserverbrauch um die Hälfte reduzieren. Ein doppelter Effekt – denn auch die Energiekosten für die Erwärmung fallen weg. Und ab geht es ins Wohnzimmer!

Steckerleisten mit Abschaltknopf nutzen

Standby ist Umweltverschmutzung im Stillen: Bei fast allen Elektrogeräten lohnt es sich abzuschalten. Am einfachsten geht das mit einer schaltbaren Steckerleiste. Fernseher, Receiver, DVD-Rekorder, Hifi-Anlagen, Computer und Monitor, Drucker und DSL-Router – alle fressen sonst munter Strom, auch wenn sie nicht gebraucht werden. Hier hilft nur Konsequenz – die schönste Leiste nutzt nichts, wenn nicht der rote Knopf gedrückt wird. Schauen wir nun im Keller nach.

Energiesparlampen einschrauben

Auch wenn Energiesparlampen wegen ihres Quecksilbergehaltes ins Gerede gekommen sind: Sie sind immer noch die nächstliegende Alternative zur klassischen Glühlampe. Denn Energiesparlampen sparen im Vergleich zur Glühlampe nicht nur 80 Prozent Strom und Betriebskosten, sondern auch 80 Prozent CO2 bei der Herstellung. Der höhere Preis in der Anschaffung rechnet sich durch die Stromersparnis schon nach etwa einem Jahr. Geht eine Energiesparlampe zu Bruch, wird allerdings das gefährliche Quecksilber frei – wenn auch nur in kleinen Mengen. Deshalb sollte man die Scherben nicht mit bloßen Händen anfassen und in einen luftdichten Beutel packen. Zu guter Letzt schauen wir uns mal die Haustür und die Fenster an.

Fenster und Türen abdichten

Dazu braucht man übrigens keine neue Fenster. Ein Gang in den Baumarkt reicht – dort gibt es in allen Formen und Variationen Gummidichtungen für die Rahmen. Dies kann unter Umständen eine Menge Geld sparen. Denn die Energieverluste durch schlecht gedämmte Außenwände, Dächer, Türen und Fenster sind bei alten Häusern enorm: Die Heizkosten können bei solchen Energieschleudern bis auf das Doppelte ansteigen. Neubauten müssen deshalb mittlerweile luftdicht gebaut werden. Wer Fenster und Türen abdichtet, spart Heizkosten und beugt übrigens auch Bauschäden vor. Wichtig ist nur bei dichten Gebäuden zu beachten: Es muss regelmäßig und ausdauernd gelüftet werden – nicht einfach mit gekipptem Fenster, sondern kurz und knackig mit weit aufgerissenen Fenstern. Nur so wird der grundsätzliche Luftaustausch möglich, durch den sich die Bildung von Schimmelpilzen an den Wänden und Decken vermeiden lässt.

Unser kleiner Energiespar-Rundgang ist noch nicht beendet

Es zeigt sich: Schon mit kleinen Veränderungen und ein wenig Disziplin im eigenen Verhalten lassen sich eine Menge Strom und andere Energie einsparen. Zusätzlich sollten Sie nicht vergessen, dass die richtige Durchlüftung Ihrer Wohnung ebenfalls wichtig ist.

Effizienzklassen von Hausgeräten

In Deutschland werden bestimmte elektrische Haushaltsgroßgeräte im Handel mit einem Energieverbrauchsetikett ausgezeichnet.
Die Kennzeichnung dient der Verbraucherinformation und ist ein Service für die Kunden im Einzelhandel.  Das Energielabel enthält Angaben über den Energieverbrauch der Elektrohaushaltsgroßgeräte in Abhängigkeit von der jeweiligen Leistung. Die Geräte werden in sieben Klassen (A bis G) eingeteilt. Dabei steht die Klasse „A“ für einen besonders sparsamen und „G“ für einen sehr hohen Energieverbrauch.

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