Christliche Themen für jede Altersgruppe

Stressfrei Gott erleben

Wie können Familien trotz Stress und Hektik in der Vorweihnachtszeit den Advent in ihren Alltag integrieren? Cornelia Mack hat dazu viele Ideen, zum Beispiel die Adventskiste oder den Gutscheinkalender. Jede Familie müsse ihren eigenen Stil finden, deshalb rät sie auch zu Gelassenheit. 


In der Familie um den Adventskranz sitzen, singen und Geschichten erzählen, ist eine Möglichkeit, sich bewusst auf den Advent einzulassen. (Foto: epd-Bild)

Als die vier Kinder noch klein waren, gab es im Hause Mack jeden Tag eine Zeit, zu der sich alle am Adventskranz versammelt haben, zum Singen, Beten und einem Impuls. Manchmal wurden auch Szenen der Bibel nachgespielt. Und weil „Advent heißt, dass Gott sich uns schenkt“ gab es auch Geschenke für die Kinder, zum Beispiel in Form eines Gutscheinkalenders.

Jeden Tag gab es einen Gutschein, den die Kinder auch nach Weihnachten noch einlösen konnten. Beispielsweise stand darauf „Du darfst Dir aussuchen, was es zum Mittagessen geben soll.“ Oder einkaufen gehen mit Mama, sich ein Lied wünschen oder ein Spiel. Je nach Vorliebe des jeweiligen Kindes. Dass die Gutscheine nach Weihnachten nicht ihre Gültigkeit verloren haben, war Absicht, denn das habe den Stress in der Adventszeit reduziert. „Für uns als Eltern war es wichtig den Kinder zu vermitteln: ‚Gott ist gut zu uns‘“, sagt Cornelia Mack.

Aber nicht in jeder Familie ist es vom Ablauf her möglich, sich täglich zusammenzusetzen. „Da muss jede Famlie selbst sehen, wie sich ein solches Ritual so in den Alltag einfügen lässt, dass es für jeden etwas Schönes ist.“ Das könne auch bedeuten, dass man sich nur jeden zweiten Tag zusammensetzt, oder auch nur zweimal in der Woche. „Die Familien sollten sich einfach fragen, was Advent ist und wie der ihnen als Familie Kraft gibt.“ Als die Kinder von Cornelia und Ulrich Mack größer wurden, waren manchmal auch nicht alle bei den Adventsfeiern im Familienkreis dabei, ab und zu fiel sie sogar ganz aus – je nachdem, wie sich die Termine der einzelnen Familienmitglieder überschnitten. 

Cornelia Mack ermutigt die Menschen, sich nicht zu überfordern. Das bedeute für manche Familien beispielsweise auch, weniger Plätzchensorten zu backen oder weniger Besuche zu machen. Denn: „Weniger ist mehr.“ Alle Versuche, den Advent bewusst zu erleben, sollten zu einer schönen Nebensache werden, denn „die Hauptsache ist, dass Gott uns Menschen begegnet“.

Mit Kindern können Familien Adventswege selbst gehen, sei es, dass sie Krippenfiguren durch die Wohnung „wandern“ lassen, oder immer wieder eine neue Figur hinzufügen. „Man kann auch jeden Tag eine neue Figur basteln.“ Dazu sei nicht viel Material nötig: „Wir haben dafür auch die Rollen vom Toilettenpapier verwendet, ein bisschen Watte und Filz.“

Oder man verpackt Symbole für Glaubensinhalte und deponiert sie in einer „Adventskiste“. Jeden Tag wird eines dieser Symbole herausgenommen, ausgepackt und betrachtet. Ein Brotrezept zum Beispiel – „weil Jesus das Brot des Lebens ist“. Ein Stück Seife, als Symbol dafür, dass Jesus uns reingewaschen hat von aller Schuld.

Besonders schön findet es Cornelia Mack, wenn sich die Menschen im Advent auch mit den Gedenktagen beschäftigen: Sie nennt nicht nur den Martinstag (11. November) und den Nikolaustag (6. Dezember), sondern auch den Barbaratag (4. Dezember, den Stephanus-Tag (26. Dezember) und viele mehr. Für Stephanus schlägt sie als Symbol Dominosteine vor – als Zeichen, dass Stephanus gesteinigt wurde. Dass nicht alle Gedenktage zwischen dem ersten und vierten Advent liegen, stört Mack nicht: In früheren Jahrhunderten sei Advent eine acht Wochen lange Fastenzeit gewesen bis zum 6. Januar, einem klassischen Tauftag.