Christliche Themen für jede Altersgruppe

„Dankbar, dass wir leben“ - Schwerer Verkehrsunfall an Heiligabend

Aleko Vangelis, seine Frau und die drei Kinder hatten an Heiligabend vor einem Jahr einen schweren Verkehrsunfall, den sie – wie durch ein Wunder – alle fast unbeschadet überlebt haben. Ein Jahr später erzählt er, wie der Unfall das Leben der Familie verändert und welche besondere Bedeutung Heiligabend dieses Jahr für sie hat.

Aleko Vangelis und seine Familie. Foto: PrivatAleko Vangelis und seine Familie. Foto: Privat

Heiligabend 2019. Ein Tag, den Aleko Vangelis wohl nie vergessen wird. Tags zuvor hatte er noch mit den Nachbarn fröhlich gefeiert. Nun war er mit seiner Frau und den drei Kindern auf der A8 unterwegs nach Lörrach zu seiner Schwägerin.

Vangelis weiß noch, dass seine Frau ihm sagte, er solle vorsichtig fahren, weil es so heftig regnete und der Himmel sehr wolkenverhangen und trüb war. „Ich bin dann auch schon langsamer gefahren, aber in genau diesem Augenblick sah ich vorne schon über zwei Spuren so eine Wasserlache. Alles ging so schnell. Wir waren drin und fingen an nach rechts abzudriften“, erinnert er sich. Er habe dann nur noch versucht, ruhig zu bleiben und gehofft, dass das Auto wieder Halt bekommt. Doch das Auto fing an, sich um die eigene Achse zu drehen. Als plötzlich wieder Halt da war, hat es sich überschlagen. Wieder auf den Reifen kam es ganz rechts am Fahrbahnrand zum Stehen.

„Das Nächste, woran ich mich erinnern kann, ist, dass uns die Türen aufgerissen wurden und ich gemerkt habe: Es ist wohl keinem von uns etwas Größeres passiert“, sagt er. Dankbar erzählt er von der schnellen Hilfe, die ihm und seiner Familie anschließend widerfahren ist.

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Sie kamen in zwei verschiedene Krankenhäuser, damit es in der Notaufnahme schnell geht. Vangelis erinnert sich gut an die erleichterten Gesichter der Ärzte und des Krankenhauspersonals, als er mit seinen Söhnen selbstständig den Krankenwagen verlassen und in die Notaufnahme laufen konnte. Das Krankenhaus hatte nämlich nur die Meldung bekommen, dass sich eine Familie mit dem Auto überschlagen hatte. Alle waren auf das Schlimmste vorbereitet. „Wir sind dann tatsächlich alle aus dem Krankenhaus entlassen worden und trotz des Unfalls, mit dem Auto von Freunden und sechsstündiger Verspätung, weiter gefahren zu meiner Schwägerin und ihrer Familie und konnten dort alle in die Arme schließen. Das war sehr emotional“, sagt Vangelis. Sogar die Weihnachtsgeschenke haben den Unfall in der abgebrochenen Dachbox fast völlig unversehrt überstanden. Die Familie konnte am 28. Dezember, vier Tage nach dem Unfall, mit Freunden in den Skiurlaub fahren.

Aleko Vangelis und seine Familie. Die Bilder von Heiligabend 2019 zeigen, wie stark das Auto beschädigt wurde. Foto: Privat Die Bilder von Heiligabend 2019 zeigen, wie stark das Auto beschädigt wurde. Foto: Privat

Familie Aleko Vangelis. Heil geblieben sind die Geschenke in der Dachbox. Foto: PrivatHeil geblieben sind die Geschenke in der Dachbox. Foto: Privat

Verkehrsunfall an Heiligabend - Spuren bleiben

Nun jährt sich der Unfall zum ersten Mal. Die Familie möchte ihren gemeinsamen zweiten Geburtstag und Jesu Geburtstag zusammen feiern und auf das Leben anstoßen. Ohne Spuren ist der Unfall nicht geblieben. Sie sprechen viel darüber, einige Familienmitglieder waren in einer Trauma-Therapie. Auch die Kinder hat der Unfall verändert. So kommt die Tochter im Teenageralter nach einem Streit oft selbst zu den Eltern und entschuldigt sich.

Das vergangene Jahr war einfach anders, sagt Aleko Vangelis, auch in Bezug auf Corona: „Über was beschweren wir uns jetzt eigentlich? Was fällt uns da jetzt so schwer? Wenn wir an den Unfall denken: Es ist nichts selbstverständlich! Und wir dürfen jeden Tag dankbar sein, dass wir leben und einander haben. Das ist uns im letzten Jahr schon sehr bewusst geworden.“ □

◼ Radiobeitrag über Aleko Vangelis: www.kirchenradio.de/beitraege

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