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Wie gefeiert werden kann - Beispiele aus Württemberg

Wie lauten die aktuellen Bestimmungen für die Feier von Gottesdiensten? Was überlegen sich die Kirchengemeinden, um auch jene zu erreichen, die Weihnachten nicht in der Kirche feiern können oder wollen? Einige Beispiele aus Württemberg.

Weihnachtsstimmung in der Kirche. Foto: James Lee, pixabayWeihnachtsstimmung in der Kirche. Foto: James Lee, pixabay

Den Rahmen für das, was an Heiligabend möglich ist, steckt die württembergische Landeskirche ab. Sie listet auf ihrer Internetseite die aktuellen Bestimmungen auf, die sich an den Vorgaben des Landes Baden-Württemberg orientieren. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe des Gemeindeblatts galt Alarmstufe II. Auch die Inzidenz in den einzelnen Städten und Landkreisen ist wichtig. Die Mitglieder der Kirchengemeinden haben bei der Organisation der Gottesdienste an Weihnachten also viel Arbeit. Sie müssen die Aushänge und Internetseiten aktuell halten, die Daten der Gottesdienstbesucher erfassen und immer ein Auge darauf haben, ob sich Bestimmungen ändern.

Ein Weg, um möglichst vielen Menschen die Teilnahme am Gotttesdienst zu ermöglichen, besteht darin, die Zahl der Feiern zu verdoppeln. So macht es die Gemeinde der Heilbronner Kilianskirche, wo Pfarrer Hans-Jörg Eiding, Dekan Christoph Baisch und Prälat Ralf Albrecht zwischen 15 Uhr und 22 Uhr sechs Feiern leiten. Die Emmausgemeinde geht nach draußen. Pfarrerin Esther Sauer und Pfarrerin Gunhild Riemenschneider gestalten an Heiligabend um 16 und 17.30 Uhr zwei halbstündige Gottesdienste vor der Martin-Luther-Kirche. Die Besucher mögen Taschenlampen mitbringen, um die Liedblätter lesen zu können.

Die Gesamtkirchengemeinde Freudenstadt fährt zweigleisig, sie feiert in Präsenz und online. Sie schreibt: „Nutzen Sie auch weiterhin unser Angebot des Online-Gottesdienstes, er steht ihnen sonntags auf der Startseite dieser Homepage zum Download bereit.“

Die Ulmer Münstergemeinde feiert an Heiligabend zwischen 15.30 Uhr und 21.30 Uhr vier Gottesdienste. Die Besucher können sich im Internet dazu anmelden und einen Platz reservieren. Dazu der Hinweis: „Bitte beachten Sie, dass bei einer Inzidenz von 800 ein 2G-Nachweis für alle Teilnehmer ab 18 Jahren zur Teilnahme am Gottesdienst erforderlich ist.“

Die Gesamtkirchengemeinde Reutlingen hat einen Plan mit allen Gottesdiensten ins Netz gestellt und diese mit Symbolen versehen. Ein Tannenbaum zeigt an, dass der Gottesdienst oder das Krippenspiel unter freiem Himmel stattfinden, ein kleines @-Zeichen macht darauf aufmerksam, dass der Gottesdienst im Internet übertragen wird.

Der CVJM Esslingen lädt an Heiligabend all jene ein, die nicht allein feiern möchten. Sie sollen „diesen Abend bei einem leckeren Essen und der besten Nachricht der Welt feiern können“. Ab 17.30 Uhr erwartet die Besucher draußen ein kleines Programm und eine abgepackte Mahlzeit mit einem Geschenk zum Mitnehmen. Wer nicht selbst vorbeikommen kann, dem bringt das Team das Essen und das Geschenk mit dem Zuspruch von Gottes Segen nach Hause.

An Heiligabend um 15 Uhr lädt die eva, die Evangelische Gesellschaft Stuttgart, zu einem Gottesdienst im Freien ein, den Pfarrer Klaus Käpplinger und Pfarrerin Stephanie Pfander gestalten. Anschließend erhalten die Gäste vor dem Haus der Diakonie ein kostenloses warmes Weihnachtsessen zum Mitnehmen: die traditionellen Saitenwürstle mit Kartoffelsalat.

„Die Sehnsucht nach Gemeinschaft ist groß“, sagt Diakonin Birgit Auer, die Leiterin der Stadtmission. Damit spricht sie in diesen Tagen sicherlich vielen Menschen aus der Seele. □

◼ Die Landeskirche listet auf www.elk-wue.de Aktuelles rund um das Coronavirus auf. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Bestimmungen für Gottesdienste auch bei Ihrer Kirchengemeinde.