Christliche Themen für jede Altersgruppe

Adventskalender 2022 - Spendenaktion - Hilfe in psychischer Not

Manche Menschen rutschen in eine Depression, weil sie sich auf ihr Gedächtnis nicht mehr verlassen können. Sie bekommen Hilfe und Beratung bei den Diensten für seelische Gesundheit der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart. Auch junge Menschen werden dort beraten.

Jugendliche. Foto: adobe stock/ ericlefrancais1, auremarDer Name eines Projektes für ältere Menschen erinnert an die Gerbera. Das andere Projekt kümmert sich um Jugendliche. Foto: adobe stock/ ericlefrancais1, auremar

Wenn Menschen feststellen, dass sie sich nur noch ganz schlecht erinnern können, leidet ihr Selbstvertrauen ganz gewaltig. Viele rutschen dann in eine Depression oder haben große Ängste. Hier können die Gerontopsychiatrischen Beratungsdienste der eva Stuttgart helfen. Abgekürzt werden die Dienste mit „GerBera“, ein Name, der an eine Blume erinnert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GerBera beraten nicht nur ältere Menschen, sondern auch deren Angehörige. Diese bekommen Rat, wie sie mit ihren Verwandten umgehen können, und darüber, welche Entlastungsangebote es gibt.

„Ein Sohn wendet sich an die Dienste, weil seine betagte Mutter unter starken Depressionen leidet, die Familie macht sich große Sorgen“, sagt Iris Maier-Strecker. Sie ist Leiterin der Dienste für seelische Gesundheit, zu denen GerBera gehört. Die Mitarbeitenden dort besprechen mit dem Sohn die Situation. Sie klären zunächst, ob sich die Mutter ihrer Lage bewusst ist. Und ob sie in Gefahr steht, sich selbst zu gefährden. Je nach Einschätzung reichen eine einmalige Beratung oder ein Hausbesuch aus. Manchmal ist auch eine längerfristige Begleitung durch die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter nötig. Gegebenenfalls müsse die Mutter an andere Dienste vermittelt werden: „Konkret ist das ein Pflegedienst, der auch haushaltsnahe Dienstleistungen erbringt oder der Kontakt zu einem Psychiater“, sagt Maier-Strecker. Schnell muss eine Übergangslösung her, bis ein stabiles Versorgungsnetz gestrickt worden ist.

Auch bei jungen Menschen kann der sprichwörtliche Schuh ganz schnell anfangen zu drücken. Die Corona-Pandemie mit Lockdown und Schulschließungen, ungenügenden digitalen Möglichkeiten des Unterrichts, sozialer Isolation und Medienmissbrauch haben jungen Menschen zu schaffen gemacht. Auch die Familien hätten gelitten, sagt Iris Maier-Strecker. Die Erkrankungen haben zugenommen.

„Verrückt? Na und!“ heißt das Hilfsangebot, das seit 20 Jahren Präventionsmaßnahmen für junge Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen anbietet. Beispielsweise gibt es Workshops, Infotage und ganztägige Veranstaltungen an Schulen. Jugendliche ab der 8. Klasse sollen sich so für seelische Krisen und Notlagen wappnen.

Beraten und vorbeugen

„Offen und vertraulich wird dort über Mobbing, schulischen Stress, Auseinandersetzungen in Familien und im Freundeskreis gesprochen“, sagt Maier-Strecker.

Zusätzlich zu den Belastungen durch Corona und die anschließenden Maßnahmen gibt es auch altersgemäße Probleme: So laufen Hirnentwicklungen nicht immer balanciert ab, affektive Störungen und Störungen der Impulsregulation seien zu beobachten.

Werte, die in den Familien gelebt werden, sind für Jugendliche häufig schwächer als die, die in ihrem Freundeskreis vorherrschen. Und natürlich reizt es sie, sich risikoreich zu verhalten. Was normal ist, birgt eine Gefahr: „Während der Pubertät beginnen psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Ängste, Süchte und selbstschädigendes Verhalten wie in keinem anderen Lebensabschnitt“, sagt Maier-Strecker. Umso wichtiger ist es, dass Teams aus Ehren- und Hauptamtlichen in den Schulen und Jugendhäusern Präventionsprojekte durchführen, denn so kann frühzeitig geholfen werden.

Die Redaktion bittet im Advent um Ihre Spenden für die Evangelische Gesellschaft.

Sie können diese unter dem Kennwort „Adventskalender 1“ überweisen auf das Konto des Evangelischen Gemeindeblattes bei der:

Evangelischen Bank eG IBAN: DE53 5206 0410 0000 234 567

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