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Der Kampf gegen Malaria - Dokumentarfilm "Das Fieber"

Jede Minute stirbt ein Kind an Malaria, heißt es im Dokumentarfilm „Das Fieber“. Er lässt Uganderinnen und Kenianer zu Wort kommen, die gegen die tödliche Krankheit kämpfen. Ihre Hoffnung ruht auf der Kraft einer Pflanze: Artemisia annua, der Einjährige Beifuß.

Heilpraktikerin Rehema Namyalo mit ihren Kindern und Regisseurin Katharina Weingartner. Foto: Pressebild/ Jana FitznerHeilpraktikerin Rehema Namyalo mit ihren Kindern und Regisseurin Katharina Weingartner. Foto: Pressebild/ Jana Fitzner

Rehema Namyalo gibt jedem ihrer Zuhörer ein zartes Pflänzchen. Die Männer und Frauen sollen es pflegen. Artemisia annua, der Einjährige Beifuß, habe 240 Wirkstoffe, erklärt sie. Damit können die Menschen ihre Familien vor Malaria und anderen Krankheiten schützen. Die resolute Frau ist Heilpraktikerin, sie betreibt in Masaka in Uganda eine kleine Klinik und hilft Menschen, die an Malaria erkrankt sind.

Die österreichische Dokumentarfilmerin Katharina Weingartner ist nach Uganda und Kenia gereist und hat Rehema Namyalo begleitet, den Pharmakologen Patrick Ogwang, den Biologen Richard Mukabana und den Lehrer Paul Mwamu. Sie alle erzählen in dem Film „Das Fieber – Der Kampf gegen Malaria“, auf welchen Wegen sie das Tropenfieber eindämmen.

Der kenianische Biologe Richard Mukabana fängt Moskitolarven auf einem Reisfeld.Fotos: Pressebild/ wfilm/pooldoksFotos: Pressebild/ wfilm/pooldoks

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der kenianische Biologe Richard Mukabana fängt Moskitolarven auf einem Reisfeld. Hoffnung pflanzen:
Der Beifuß kostet so gut wie nichts.
Fotos: Pressebild/ wfilm/pooldoks

Weingartner wählt ruhige Bilder, sie verzichtet auf künstliches Licht und auf Kommentare aus dem Off. Sie lässt ausschließlich ihre ostafrikanischen Protagonisten sprechen. Deren Worte entfalten große Wucht. Sie erzählen vom Tod ihrer Kinder, ihrer Geschwister. Malaria dezimiert viele Familien. Das Fieber wird von der Anopheles-Mücke übertragen. Deren Larven mögen flaches, stehendes Gewässer wie auf Reisfeldern. Der Biologe Mukabana berichtet, dass die britischen Kolonialherren die Regenwälder abholzen ließen, Reis anbauten und so die Ausbreitung von Malaria förderten. Immer wieder lenkt der Film die Aufmerksamkeit auf globale Zusammenhänge. Die Weltgesundheitsbehörde WHO lehnt die Verwendung von Artemisia annua ab, weil die Wirkung nicht ausreichend erforscht sei.

Pharmafirmen profitieren vom Elend

Die Bill Gates Stiftung unterstützt Forschung in der westlichen Welt, anstatt vor Ort die Suche nach günstigen Lösungen zu fördern. Pharmafirmen aus Europa und Asien profitieren vom Elend, indem sie ihre teuren Medikamente verkaufen.

Die Regisseurin Katharina Weingartner sagt, es sei absurd, dass bei einer Krankheit, bei der 90 Prozent der Fälle in Afrika südlich der Sahara auftreten, über 90 Prozent der Forschungsgelder dafür in Nordamerika und Europa blieben. „Die Betroffenen werden mundtot gemacht und ihnen die Mittel zur Selbsthilfe verwehrt. Uns war es wichtig, unsere Protagonistinnen und Protagonisten als selbstbewusste Akteure zu porträtieren, die den Kampf gegen die Krankheit sehr wohl selbst führen können und wollen.“ □

◼ Bis die Kinos wieder öffnen, kann man den Film auf fieber.wfilm.de ansehen. Dort gibt es auch Material für den Schulunterricht.