Christliche Themen für jede Altersgruppe

Eine kreative Familie - Farbenfroh erobern sie die Welt

FREUDENSTADT – Mit ihren farbenfrohen und ausdrucksstarken Gemälden hat sich die Mutter auf dem Kunstmarkt einen festen Platz erobert. Die Tochter eifert ihr mit fantasievollen Keramiken und Bildern nach: Christine und Sabine Huber sind aus der Kunstszene im Schwarzwald nicht mehr wegzudenken. Einige ihrer Werke sind in Freudenstadt zu sehen.

 Christine (rechts) und Sabine Huber, die den Kugelfisch auf dem Tisch geschaffen hat. Foto: Waltraud GüntherChristine (rechts) und Sabine Huber, die den Kugelfisch auf dem Tisch geschaffen hat. Foto: Waltraud Günther

Mutter und Tochter wurde der künstlerische Erfolg keinesfalls in die Wiege gelegt, wie Christine Huber erzählt. Zwar malte sie schon als Kind, dem Willen ihres Vaters folgend musste sie jedoch einen kaufmännischen Beruf erlernen.

Gemeinsam mit ihrer Familie lebt die aus Quedlinburg stammende Künstlerin seit vielen Jahren in Freudenstadt. Dort besuchte sie die Malklasse von Jo Schilling und absolvierte parallel zu Berufstätigkeit und Familienarbeit Kurse und Fortbildungen an verschiedenen Kunstakademien. Mehr als drei Jahrzehnte wirkte Christine Huber am Freudenstädter Atelierkreis mit, seit vielen Jahren ist sie im Frauen-Künstlerverband „Gedok“ aktiv.

Stolz kann die Künstlerin auf zahlreiche Ausstellungen und Preise verweisen. So waren ihre Bilder schon in der Schweiz, im Elsass und in Polen zu sehen, mehrfach erhielt sie einen der heiß begehrten Plätze in der „Ortszeit“, der gemeinsamen Kunstausstellung der Landkreise Freudenstadt, Calw, Pforzheim und Enzkreis. Mit mehreren ihrer Gemälde gewann sie Wettbewerbe, einige wurden auch von öffentlicher Hand angekauft.

„Bunt wie der Sommer“ von Sabine Huber. Foto: Waltraud GüntherDie vier Stadtmusikanten auf einem Aquarell von Sabine Huber. Foto: Waltraud Günther

„Bunt wie der Sommer“ und die vier Stadtmusikanten auf einem Aquarell. Bilder: Sabine und Christine Huber. Foto: Waltraud Günther

Ein Rundgang durch ihre kleine Ausstellung in der Freudenstädter Salenbergstraße zeigt weshalb: Da überzeugt die Vielfalt der von ihr angewandten Motive und der Techniken, da gefallen nicht nur Aquarell- und Tuschezeichnungen sowie Collagen, sondern auch die vielen meist farbenfrohen Acryl- und Ölbilder. Die Bandbreite ihrer Motive reicht von Stillleben, Landschaftsbildern und Stadtansichten über Collagen und Portraits bis hin zu ihren Tierbildern. Mit wenigen schwungvollen Pinselstrichen, die sie hin und wieder mit Botschaften ergänzt, arbeitet sie das Wesentliche heraus. So gelingt Christine Huber das Kunststück, dem Betrachter einen intensiven und zugleich lustvollen Zugang zum Thema zu ermöglichen.

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Beim Rundgang durch das Haus sind auch viele Bilder und Objekte ihrer Tochter Sabine zu entdecken. Sie ist in ihrer geistigen Entwicklung eingeschränkt und lebt deshalb in einer eigenen kleinen Wohnung mit im Elternhaus. Sabine Huber arbeitet im Produktions- und im Kreativbereich einer Freudenstädter Behindertenwerkstatt. Abends und am Wochenende aber eifert sie ihrer Mutter nach, fertigt filigrane Scherenschnitte an oder steht an ihrer kleinen Staffelei, um fröhliche, farbenfrohe Bilder zu malen.

Kunstwerke  -  Spontan aus der Fantasie heraus

Sabine Huber geht völlig anders an ihre Kunstwerke heran als ihre Mutter, sie malt spontan aus ihrer Fantasie heraus. Einige ihrer Bilder fasst sie in einem Kalender zusammen, den sie am Jahresende verkauft. Dabei gibt sie den Kalenderblättern Titel wie: „Mein Garten ist mein Lieblingsplatz“, „ Bunt wie der Sommer“, „Hanakotoba“ oder „Unterwasserwelten“. Überhaupt haben Fische es Sabine Huber angetan, das wird auch in ihren Keramiken, die im Haus und Garten der Hubers aufgestellt sind, deutlich.

Bedingt durch die Corona-Einschränkungen planen die beiden Künstlerinnen derzeit keine großen Ausstellungen, beide wollen lieber in Ruhe malen und töpfern, als Ausstellungen zu organisieren. Christine Hubers Bilder sind in der kleinen Schaufenster-Ausstellung in der Martin-Luther-Straße 1 und im Restaurant „Schlupfwinkel“ in Freudenstadt zu bewundern. In der hauseigenen kleinen „Treppenhausgalerie“ in der Salenbergstraße zeigen Mutter und Tochter gemeinsam ihre Kunstwerke.

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