Christliche Themen für jede Altersgruppe

Lichtblicke in der Kälte

Der Glaubensweg 2022 führte nach Schwäbisch Hall

Stationen des Glaubenswegs in Schwäbisch Hall: St. Michael. (Foto: Andreas Steidel)


Nach dreijähriger Pause konnte jetzt endlich wieder ein Glaubensweg mit stattfinden. Für die Veranstaltung waren Leserinnen und Leser des Gemeindeblatts aus ganz Württemberg, sogar aus Ravensburg, angereist. „Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt“, predigte Gastgeber Pfarrer Klaus Anthes beim Eröffnungsgottesdienst in der Kirche St. Michael.

Nach dem Gottesdienst gab es Zeit für Mittagessen und Gespräche. Um 12 Uhr begann die erste Führung durch St. Michael. Susanne Bühler führte etwa 35 Interessierte durch den Chor der Kirche, erklärte die Bedeutung der Altäre und Epitaphen und das Wirken von Johannes Brenz. Sie erzählte die Geschichte der Kirche mit viel Humor.

Durch die Urbanskirche führte Organist Burkhart Goethe, der beim Gottesdienst bereits gezeigt hatte, wie begabt er an dem Instrument ist. „Er spielt die Orgel mit so viel Liebe und Herzblut“, sagte Jutta Burkardt begeistert. Sie war mit ihrer Schwester und Freundinnen zum Glaubensweg angereist. Burkhart Goethe erklärte mit Augenzwinkern, warum die Urbanskirche oft fälschlicherweise als St. Urban bezeichnet wird – durch einen Schreibfehler – und wie die kleine Kirche 2005 von einem Verein vor der Schließung bewahrt wurde. Es wird klar: Was Fragen zur Geschichte der Evangelischen Kirchen in Schwäbisch Hall angeht, kennt sich Burkhardt Goethe bestens aus.

Zudem gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Glaubenswegs über den Tag verteilt Stadtführungen. Ab 14 Uhr luden Gemeindemitglieder im Brenzhaus zu Kaffee und Kuchen ein, während Gemeindeblatt-Redakteure Franciska Bohl und Andreas Steidel aus ihrem Buch „Alles hat keine Zeit?“ lasen.

Das offene Singen in St. Katharina, der letzten Station, gestaltete Pfarrerin Henrike Frey-Anthes. Liedwünsche wurden von den Besuchern fröhlich gerufen und das Singen wäre sicherlich noch länger gegangen, wenn nicht um 16.30 die Abschlussandacht des Glaubenswegs stattgefunden hätte. Nach dieser machten sich die Teilnehmenden mit vielen Eindrücken auf den Heimweg.

Katharina Hirrlinger

Diesen Artikel jetzt im EVG-ePaper lesen