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Safari im südlichen Afrika - Wunderbares Reiseziel

Das südliche Afrika ist ein wunderbares Ziel für Individualreisende. Die Nationalparks mit ihren Giraffen, Nashörern und Elefanten sind weltberühmt. Ebenso wie die Grillkunst der Südafrikaner. Eine Erinnerung an ein paar lange Safari-Abende in der Savanne.

Safari. Foto: Hu Chen, unsplashSafari. Foto: Hu Chen, unsplash

Ende der 90er- und Anfang der 2000er-Jahre hatte ich einen Afrika-Tick. Afrika südlich der Sahara übte auf mich eine magische Faszination aus, die weiten Naturlandschaften, die wilden Tiere. Und da ich nun mal gerne auf eigene Faust loszog, bot sich das südliche Afrika mit seinen gut ausgebauten Straßen und Campingplätzen an.

Wer dort unterwegs ist, trifft auf viele Südafrikaner. Weiße natürlich – schwarze Touristen sind mir so gut wie nie begegnet. Vor allem die Buren sind Camping-Weltmeister. Mit Sack und Pack reisen sie durchs eigene Land, gerne aber auch durch die Nachbarländer Namibia, Botswana, Simbabwe oder Mosambik.

Es ist als Deutscher nicht schwer, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Fast alle sprechen gut Englisch und ihre Muttersprache Afrikaans ist eine Unterart des Niederländischen, vieles kann man irgendwie erraten. Natürlich hat man bei den Buren immer die Apartheid und die Rassentrennung im Hinterkopf, doch wie überall sonst in der Welt gibt es da ganz unterschiedliche Menschen.

Buren grillen wie die Weltmeister

Ich erinnere mich an einen langen Abend am Fluss Sambesi. Da haben wir unter anderem über die ANC-Regierung gesprochen. Viele rümpften die Nase, schüttelten den Kopf, vor Nelson Mandela allerdings hatten sie alle Respekt. Respekt hatten die Kinder und zwar vor ihren Eltern, selten habe ich so artig lauschende Buben und Mädchen im Teenageralter erlebt wie dort.

Buren sind Weltmeister am Grill. Braai heißt das in der Landessprache. Es ist eine Zeremonie, deren Länge man als Europäer zu unterschätzen pflegt. Gefühlte dreieinhalb Stunden lag das Rindfleisch auf dem Grill und schmeckte köstlicher als alles, was ich auf diesem Gebiet je gegessen hatte.

Die hervorragende touristische Infrastruktur des südlichen Afrikas ist natürlich auch den reisenden Südafrikanern zu verdanken. Früh allerdings schon waren Südafrika und seine Nachbarländer Ziele internationaler Urlauber.

Breitmaulnashorn. Foto: Nicole Kruger, pexelsFoto: Nicole Kruger, pexels

Die Natur ist ebenso gewaltig wie vielfältig. Dank eines konsequenten Naturschutzes haben sich seltene Tierarten erhalten. Ohne Südafrika wäre das Breitmaulnashorn vermutlich längst ausgestorben. Das Geld der größten Wirtschaftsnation in Schwarzafrika sorgt dafür, dass man schlagkräftige Antiwilderer-Einheiten aufstellen konnte.

Heute sind auch Menschen aus der schwarzen Bevölkerung tatkräftig im Naturschutz aktiv. Oft genug habe ich ihren siebten Sinn bewundert, wenn es darum ging, Tiere aufzuspüren oder einen Weg durch die Savanne zu finden. Scouts, die mit ihrer Intuition schneller Bescheid wussten als andere, die Fernglas, Navi und Landkarte bemühten.

Vor allem die Menschen aus Simbabwe, dem früheren Rhodesien, hatten ein erstaunliches Selbstbewusstsein. Man merkte einfach, das hier seit der Unabhängigkeit 1980 Schwarze in Verantwortung waren. Umso schlimmer, dass ein Diktator namens Robert Mugabe das alles wieder zunichte machte.

Wer durch das südliche Afrika reist und sich ein wenig Zeit nimmt, kann von alledem etwas mitbekommen. Eine ferne Region auf der Südhalbkugel, die freilich eng mit Europa verbunden ist und die nicht ohne Grund zu den großen Reisezielen dieser Welt zählt.

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