Christliche Themen für jede Altersgruppe

Satt und geborgen - Kooperation "Suppoptimal"

STUTTGART-FREIBERG – Bei der Kooperation „Suppoptimal” geben die Bürgerstiftung und die Himmelsleitergemeinde freitags ab 12 Uhr warmes Essen für Bedürftige aus.

Suppe. Foto: Hebi B., pixabaySuppe. Foto: Hebi B., pixabay

Der Name „Suppoptimal” wirft Fragen auf: Ist es suboptimal, also eher schlecht, dass es in einem der reichsten Länder der Welt bedürftige und einsame Menschen gibt, für die ein warmes Essen der Höhepunkt des Tages ist? Ist eine Suppe oder eine andere Mahlzeit dann optimal, wenn sie die Menschen nicht nur sättigt, sondern ihnen auch Geborgenheit spendet?

An diesem Freitag gibt es vor dem Gemeindezentrum Michaelshaus in Freiberg, einem Stadtteil im Stuttgarter Norden, Linsen und Knöpfle. Es gehe auch darum, für wertiges, gehaltvolles Essen zu werben, sagt Projektleiterin Andrea Laux von der Bürgerstiftung. Und darum, Menschen einander näher zu bringen – unter Einhaltung der Corona-Regeln. Auf einem Tisch liegen Kleiderspenden bereit, warme Jacken gegen den Wintereinbruch mitten im Frühjahr.

"Suppoptimal" - Die Liste der Helfer ist lang

Das Angebot richte sich an alle, denn Bedürftigkeit sei keine Frage des Geldes, betont Pfarrer Jörg-Michael Bohnet von der Himmelsleitergemeinde: Bedürftig sei zum Beispiel auch, wer einsam ist oder unter der Pandemie leidet. Die Helfer erzählen, dass Corona so manchen für die Notlage anderer sensibilisiert habe.

Projektleiterin Andrea Laux mit Harry Pfau (rechts) von der Bürgerstiftung und dem Freiberger Organisator Klaus Felix Müller. Foto: Susanne Müller-BajiProjektleiterin Andrea Laux mit Harry Pfau (rechts) von der Bürgerstiftung und dem Freiberger Organisator Klaus Felix Müller. Foto: Susanne Müller-Baji

Die Liste derjenigen, die spenden oder sich ehrenamtlich bei „Suppoptimal“ einbringen wollen, sei erfreulich lang, erklärt der Pfarrer. Klaus Felix Müller, der das Angebot für die Kirchengemeinde organisiert, ergänzt: „Es fällt auf, dass sich auch einbringt, wer selbst eine schwere Zeit durchmacht, weil er etwa in der Gastronomie arbeitet.”

Die Bürgerstiftung hat „Suppoptimal” als befristetes Projekt an mehreren Orten in Stuttgart initiiert, vorrangig, um die Härten des Corona-Winters und -Frühjahrs abzumildern. „Wir werden es aber an einigen Standorten weiterführen“, sagt Laux. Nun wollen Bürgerstiftung und Kirchengemeinde schauen, wie sie die Finanzierung von „Suppoptimal“ sichern können. Weil das Angebot eine wichtige Lücke fülle oder eine ganz besondere Eigendynamik entwickele – so wie in Freiberg.