Christliche Themen für jede Altersgruppe

Zuhause im Sinnesgarten - Jugenddiakoniepreis

TETTNANG – Wo es Jugendliche wie Pascal Hofgräf gibt, braucht sich niemand Sorgen um die Zukunft von Kirche und Diakonie zu machen. Der 18-Jährige hat bei der Verleihung des Jugenddiakoniepreises einen Sonderpreis für sein ehrenamtliches Engagement erhalten.

Tettnang. Pascal Hofgräf und Alessa Widmann im Sinnesgarten. Foto: Brigitte GeiselhartPascal Hofgräf und Alessa Widmann im Sinnesgarten. Foto: Brigitte Geiselhart

Nein, damit hat Pascal Hofgräf wirklich nicht gerechnet. Umso mehr freut sich der 18-jährige Tettnanger, dass er bei der diesjährigen Vergabe des Jugenddiakoniepreises Baden-Württemberg mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden ist. Gewürdigt wird damit sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement für Menschen mit Behinderung in der Diakonie Pfingstweid.

Treffpunkt im „Sinnesgarten“. Ein wohltuender Ort, an dem es einen Barfußpfad und ein Klangkarussell gibt, viel Grünfläche, Blumen und Hochbeete, die mit duftenden Kräutern bestückt sind. Ein Ort, an dem sich Menschen mit und ohne Behinderung wohlfühlen sollen – an dem aber auch Pascal Hofgräf wie zuhause ist.

Hier verbringt er regelmäßig viel Zeit, zum Beispiel beim Rasenmähen oder wenn die Beete bepflanzt und gestaltet werden müssen. „Zusammen mit anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern ein Boule- und Krocketturnier für die Bewohnerinnen und Bewohner der Diakonie Pfingstweid zu organisieren, das hat mir viel Spaß gemacht“, erzählt der junge Mann, der derzeit die berufsvorbereitende Klasse der Claude-Dornier-Schule in Friedrichshafen besucht.

Doch damit nicht genug. Immer, wenn helfende Hände gebraucht werden, dann ist Pascal Hofgräf zur Stelle. Etwa bei Aufbauarbeiten für verschiedene Feste und Gottesdienste, als Aushilfe beim Thekendienst in der Cafeteria oder als Unterstützung bei Ausflügen und in der Ferienbetreuung. „Der Kontakt zu Menschen mit Behinderung ist mir wichtig“, sagt der 18-Jährige. „Das bereitet mir einfach große Freude und es kommt viel an Dankbarkeit zurück.“

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Von Herzen kommt auch der Glückwunsch von Alessa Widmann, Ehrenamtskoordinatorin der Diakonie Pfingstweid. „Es ehrt uns sehr, dass wir solch tolle, engagierte junge Menschen zu unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern zählen dürfen und diese den Alltag unserer Klientinnen und Klienten bereichern“, sagt sie. Gemeinsam hatten Alessa Widmann und Pascal Hofgräf an der digitalen Preisverleihung über die Videoplattform Zoom teilgenommen und mitgefiebert.

Der Jugenddiakoniepreis wurde in diesem Jahr bereits zum 16. Mal vergeben. Getragen und finanziell unterstützt wird er von der Diakonie Württemberg, dem Evangelischen Kinder- und Jugendwerk Baden, dem Evangelischen Jugendwerk in Württemberg, den Zieglerschen, der Stiftung Diakonie Württemberg, dem Jugendradio bigFM und der Evangelischen Bank. Der „MachMitAward“ wird jährlich für das soziale Engagement junger Menschen in den Altersgruppen von 13 bis 17 Jahren und 18 bis 27 Jahren vergeben.

„Dass ich schon vor Jahren zur Diakonie gekommen bin, das habe ich eigentlich meinem Opa zu verdanken“, sagt Pascal Hofgräf. „Er hat hier nämlich lange als Hausmeister gearbeitet.“ Trompete spielen, mit Freunden dem runden Leder nachjagen und Fahrradfahren zählt der 18-Jährige zu seinen Hobbies. Mit seinem Mountainbike hat er sogar schon mal die 220 Kilometer Runde um den ganzen Bodensee an einem einzigen Tag absolviert.

Nach seinem Schulabschluss beruflich im Bereich der Behindertenhilfe tätig zu sein, das hat sich Pascal vorgenommen. Und auch die 200 Euro, die er als Preisgeld erhalten hat, sind schon verplant. „Die kann ich gut für meinen Führerschein gebrauchen“, sagt er lachend.