Christliche Themen für jede Altersgruppe

Kleinvieh macht auch Mist - Spendenaktion mit kleinen Scheinen

ERZINGEN-SCHÖMBERG (Dekanat Balingen) – Das Gemeindezentrum in Schömberg soll erweitert werden. Allerdings fehlt noch ziemlich viel Geld, um mit dem Bau beginnen zu können. Kürzlich hat die Gemeinde eine Spendenaktion mit kleinen Scheinen gestartet.

Das Gemeindezentrum in Erzingen-Schömberg genügt den Anforderungen nicht mehr. Foto:  Kirchengemeinde/ Marius HaileDas Gemeindezentrum in Erzingen-Schömberg genügt den Anforderungen nicht mehr. Foto: Kirchengemeinde/ Marius Haile

Einhundertausend Euro, das ist ein stolzer Betrag. Wird er jedoch aufgeteilt in 20-Euro-Scheine, benötigt man nur 5000 solcher Scheine. Das hört sich schon besser an, und die Bereitschaft, 20 Euro für eine gute und sinnvolle Sache zu spenden, fällt den Menschen dann wesentlich leichter.

Das dachte sich auch die Kirchengemeinde Erzingen-Schömberg mit ihren sieben angeschlossenen Orten und insgesamt 1900 Gemeindemitgliedern und startete zu Jahresanfang eine Aktion, in der man per Mausklick auf der Internetseite der Gemeinde kleine Beträge spenden kann. Auch in den Briefkästen in der Gemeinde landeten Spendenaufrufe. Rund 11 500 Euro sind so zusammengekommen. Der Spendenstand insgesamt liegt bei rund 166 000 Euro. Um mit dem Bau beginnen zu können, müssen es 248 000 Euro sein.

„Als Kirchengemeinde treten wir für christliche Werte in unserer Gesellschaft ein und wollen dem Evangelium von Jesus Christus Raum geben“, sagt Pfarrer Stefan Kröger. Das geschieht auf unterschiedliche Weise: Bei Gottesdiensten durch Musik und Predigt, in der Kinderkirche durch biblische Geschichten, in der Jungschar mit Spielen, bei Seminaren durch Referenten.

Vieles davon findet im Gemeindezentrum statt. Aber dort gibt es keine Gruppenräume, deshalb ist bei Seminaren keine Kleingruppenarbeit möglich. Pfarrer Kröger: „Weder das Foyer noch das Äußere des Gebäudes wirken besonders einladend und der Gottesdienstraum kommt regelmäßig an seine Grenzen.“

Architekt Patrick Saffrin hat die Erweiterung geplant. Foto: Patrick Saffrin

Architekt Patrick Saffrin hat die Erweiterung geplant. Foto: Patrick Saffrin

Der ortsansässige Architekt Patrick Saffrin hat die Erweiterung geplant. So sollen zwei neue Gruppenräume entstehen und der Gottesdienstraum wird vergrößert. Eine Sakristei entsteht, die als Gebetsraum eingerichtet wird, und die Küche soll größer werden. Geplant sind des Weiteren ein helles Foyer sowie die ansprechende Gestaltung des Äußeren. Anstelle der Gastherme wird eine Pelletheizung eingebaut. Und wenn schon alles auf Vordermann gebracht wird, gilt das auch für das Internet. Das Gemeindezentrum soll für Livestreams aufgerüstet werden, sodass auch die Netzgemeinde davon etwas hat.

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„Durch die Erweiterung profitieren zunächst die Ehrenamtlichen, die sich regelmäßig engagieren. Sie werden durch eine bessere Infrastruktur entlastet“, sagt Pfarrer Kröger. So werden künftig die Musiker im Gottesdienst Platz haben, um Instrumente vor Ort zu lassen, und die Leiterinnen und Leiter der Kindergottesdienste und Jungscharen werden endlich bessere räumliche Möglichkeiten bekommen. Es profitieren auch die Gottesdienstbesucher, besonders die Familien. Eltern und Kinder können in Zukunft zusammen zum Gottesdienst kommen, weil mit den neuen Gruppenräumen der Kindergottesdienst parallel zum Erwachsenengottesdienst stattfinden kann.

Wichtig war dem Kirchengemeinderat, einen Betrag für die Umwelt zu leisten. Durch ein energieeffizienteres Gebäude, das weniger Ressourcen benötigt, trägt die Kirche so zum Klimaschutz bei. „Und wenn das Äußere des Gebäudes schöner wird, profitiert jeder Schömberger Bürger davon“, sagt Pfarrer Stefan Kröger schmunzelnd. Vielleicht ist das auch ein Hinweis darauf, dass nicht nur die Kirchenmitglieder für die Erweiterung des Gemeindehauses spenden können.