Christliche Themen für jede Altersgruppe

Das Café mitten im Dorf - gemütliche Treffen in Effringen

EFFRINGEN (Dekanat Calw-Nagold) – Im Café Effringen treffen sich zweimal in der Woche Menschen von innerhalb und außerhalb der Kirchengemeinde. Nach längerer Corona-Pause geht es nun allmählich wieder los und zwar in einem ganz neuen Quartier: Eine rundum sanierte alte Gaststätte dient nun als Ort der gemütlichen Zusammenkünfte.

Alle sind willkommen im Café Effringen, das zweimal in der Woche geöffnet ist. Foto: Peter HeinrichAlle sind willkommen im Café Effringen, das zweimal in der Woche geöffnet ist. Foto: Peter Heinrich

Vor neun Jahren wurde das Cafè Effringen von einem nicht selbstständigen Verein der evangelischen Kirchengemeinde gegründet. Der Verein ist der Betreiber des Cafés mit dem erklärten Ziel, auch Menschen anzusprechen, die nicht zum engeren Kreis der Kirchengemeinde gehören. „Wir wollen Anlaufstelle für Bürger sein, die sich bei uns wohlfühlen und Leute treffen können“, erläutert Kirchengemeinderätin Jutta Franz, eine der Verantwortlichen der Initiative.

Zum Angebot gehören neben selbstgebackenem Kuchen auch Getränke. Erhältlich sind zudem fair gehandelte Waren, wie Kaffee, Tee und Schokolade. Wer darüber hinaus örtlich oder regional hergestellte Produkte wie Honig, Seife, Linsen oder Grußkarten erwerben möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Das Café ist von Anfang an eine Erfolgsgeschichte, auch wenn die vergangenen zwei Jahre wegen der Pandemie eher schwierig waren. Getragen von fast 50 Vereinsmitgliedern und ungefähr 40 ehrenamtlichen Mitarbeitern in Service, Küche und Vorstand, erfreut sich das Café großer Nachfrage.

„Wir haben im Sommer 2013 bei Null angefangen“, berichtet Jutta Franz, „und nachdem wir anderthalb Jahre nach einer geeigneten Örtlichkeit gesucht hatten, konnten wir in der ehemaligen Vereinsgaststätte des Reit- und Fahrvereins Effringen, der Sattelschänke, unsere Zelte aufschlagen.“ Es sei damals eine große Hilfe gewesen, dass die Reiter die Örtlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt hätten. Ab und an habe man sich natürlich mit einer Spende revanchiert.

Überschüsse werden gespendet

Apropos Spenden: In den neun Jahren seit Bestehen sind annähernd 24 000 Euro Überschüsse erwirtschaftet worden, die vollständig an soziale Initiativen und gemeinnützige Vereine sowie Missionsprojekte weitergeleitet wurden. Das soll auch weiterhin so sein. Dies ist nur möglich, weil trotz moderater Verkaufspreise alle Beteiligten ehrenamtlich arbeiten und Kuchen gespendet wurden.

Nun hat nach neun Jahren und nach längerer Corona-Pause der Umzug in ein neues Gebäude stattgefunden. Das lag hauptsächlich daran, dass durch einen privaten Investor Räumlichkeiten in der Ortsmitte zur Verfügung standen. „Wir haben da einfach zugegriffen“, erklärt Jutta Franz, „weil wir so näher an den Menschen im Ort dran sind.“

Denn das bisherige Quartier in der Sattelschänke lag am Rande von Effringen und die Wege gerade für die Seniorinnen und Senioren, die hauptsächlich das Café besuchen, waren weit und beschwerlich.

Cafe Effringen. Das neue Quartier: die alte Gaststätte „Lausbua“. Foto: Peter HeinrichDas neue Quartier: die alte Gaststätte „Lausbua“. Foto: Peter Heinrich

Die neuen Räumlichkeiten im „Lausbua“, einer alten rundumsanierten Gaststätte, sind sogar für Menschen aus dem nahen betreuten Wohnen und dem Pflegeheim erreichbar, und so hoffen die Verantwortlichen, dass auch das neue Café-Haus gut angenommen wird. Das war am Eröffnungstag der Fall, so dass eine Wandergruppe von außerhalb aufgrund von Überfüllung leider abgewiesen werden musste. □

◼ Das Café Effringen, Vordere Gasse 9, hat Mittwoch und Sonntag von 13.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Diesen Artikel jetzt im EVG-ePaper lesen