Christliche Themen für jede Altersgruppe

Hinaus ins offene Wasser - Landesgartenschau Überlingen

ÜBERLINGEN – Unter dem Motto „Liebe – Glaube – See“ haben die christlichen Kirchen bei der Landesgartenschau zusammengearbeitet. Die Bilanz am Ende der Großveranstaltung fällt durchweg positiv aus. So positiv, dass die Kirchengemeinden der Stadt am Bodensee künftig in einer Arbeits- gemeinschaft Christlicher Kirchen zusammen handeln wollen.

Bei der Gartenschau traten die Kirchen in Überlingen gemeinsam auf. Das soll auch künftig so bleiben. Foto: Karin WalzBei der Gartenschau traten die Kirchen in Überlingen gemeinsam auf. Das soll auch künftig so bleiben.
Foto: Karin Walz

Ein erfolgreiches Projekt geht zu Ende, das andere steht in den Startlöchern: In den Gesichtern der Menschen auf dem Kirchenschiff spiegelten sich an diesem Nachmittag im Oktober Wehmut und Freude wider. Wehmut über das Ende der Landesgartenschau in Überlingen und Freude über ein erfolgreiches Miteinander auf der historischen Fähre, viele Veranstaltungen und Andachten und sonntägliche Gottesdienste auf der Seebühne.

Ermöglicht wurde dieses Angebot durch viele ehrenamtliche Helfer aus allen beteiligten Kirchengemeinden. Von Beginn an wehte über allen Ideen und Aktivitäten die ökumenische Flagge. Ihr Geist soll weiter wehen, darin sind sich alle Kirchen einig. Die gute Zusammenarbeit, das gegenseitige Kennenlernen – nicht nur menschlich, sondern auch theologisch – soll weitergehen.

Quasi als letzte „Amtshandlung“ auf dem Kirchenschiff unterzeichneten Vertreter aller fünf auf der Landesgartenschau engagierten Kirchengemeinden ein in einem langen Prozess entstandenes Dokument: die „Ordnung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und Gemeinden in Überlingen“. Dabei: die katholische Kirchengemeinde, die evangelischen Kirchengemeinden Überlingen und Owingen, die evangelisch-methodistische Kirche, die Neuapostolische Kirche, die Kirche Lindenwiese und die Gospel Lighthouse Church, die neu ist im Überlinger Netzwerk.

Das Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft, kurz ACK genannt, steht in der Präambel: „… im Glauben an den einen Herrn Jesus Christus, der Haupt der Kirche und Herr der Welt ist, in Zeugnis und Dienst gerecht werden – zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Zur Unterzeichnung des Dokuments war der Geschäftsführer der ACK Baden-Württemberg, Pfarrer Albrecht Haizmann, aus Tübingen angereist. Als Symbol der neuen Mitgliedschaft übergab er ein Band mit ACK-Wimpeln. „Mit diesem Symbol“, sagte Haizmann, „können Sie sich aus dem Hafen ins offene Wasser wagen.“

Eines soll auch in Zukunft gelten: Die neue Arbeitsgemeinschaft soll eine Ökumene der Einheit in Vielfalt sein. Pfarrer Bernd Walter fasste zusammen, wie das gelingen kann: „Sensibel füreinander sein, gemeinsam wachsen und Frucht bringen“. □