Der Pfarrer und Journalist Robert Geisendörfer sagte treffend: „Evangelische Publizistik ist eine Lebensäußerung der Kirche!“ Und: „Sie muss geprägt sein von Freiheit und Professionalität.“ Genau das leben wir. Wir sind keine einseitigen Sprachrohre, sondern vielfältige Stimmen. Wir üben Fürsprache, vermitteln Barmherzigkeit und geben Sprachlosen eine Stimme. Keine frommen Sprüche, sondern guter Journalismus. Diese Freiheit ist kein Luxus, sondern Auftrag. Der bekannte Journalist und ehemalige Moderator der ARD-Tagesthemen Hanns Joachim Friedrichs sagte treffend: „Ein guter Journalist macht sich nicht gemein mit einer Sache – auch nicht mit einer guten.“ Wir begleiten die Kirche loyal-kritisch, regen zum Nachdenken an und bleiben dem Mandat verpflichtet, nicht der Weisung.
Unser Maßstab ist und bleibt weiter die protestantische Sicht der Dinge – die Kraft und Inspiration des Glaubens an Christus. Sie ist unser Fundament, unser Kompass und unsere Motivation. Dass uns das gelingt, verdanken wir Ihnen – unseren Leserinnen und Lesern. Ihrer Treue, Ihrer Kritik, Ihrem Zuspruch – und Ihrer Entscheidung, das Evangelische Gemeindeblatt über viele Jahre hinweg zu abonnieren. Sie machen das Gemeindeblatt damit bis heute zur auflagenstärksten wöchentlichen Kirchenzeitung Deutschlands. Ihre Briefe und Rückmeldungen sind unser Kompass. Ihre Unterstützung ist unser Rückgrat.
Wir verdanken es auch einem großartigen Redaktions- und Vertriebsteam, das mit Herzblut arbeitet. Auszeichnungen wie der Medienpreis der Landesmedienanstalt 2025 für unser Projekt zur Gehörlosigkeit zeigen, dass Kirche und evangelische Publizistik – ob gedruckt oder digital – auch in Zukunft weiter gesellschaftlich relevant sein können. In herausfordernden Zeiten, da sich Kirche neu beweisen und positionieren muss, kommt es auf jede Stimme an. Gerade in der Publizistik.
120 Jahre Gemeindeblatt – das ist Reformation im besten Sinne: Ecclesia semper reformanda. Die Kirche muss sich stets erneuern. Und wir berichten darüber. Frei. Professionell. Evangelisch.