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Alte Mythen, neue Trends

5 Fakten über Kaffee

Kalt, warm, mit Milch, schwarz, im Nachtisch oder Cocktail – die Möglichkeiten der Kaffeekreationen sind unendlich. Und das Getränk ist mehr als nur ein Wachmacher. Von Katharina Hirrlinger

Drei Frauen halten Cappuccinotassen.
Unsplash+/Curated Lifestyle
Eine Person gießt Kaffee aus einem Kännchen in eine kleine Tasse
Unsplash+/Mathilde Langevin
Mokka-Kaffee ist auch als „Türkischer Kaffee” bekannt.

Scheidungsgrund Kaffee

Vor 500 Jahren im Osmanischen Reich soll der Bräutigam bei der Hochzeitszeremonie unter anderem gelobt haben, seiner zukünftigen Frau immer Kaffee zu besorgen. Wenn der Mann keinen Kaffee bereitstellte, berechtigte dies die Frau zur Scheidung – so die Legende.

Auf zu Olympia

Weil die Überfahrt nach Los Angeles zu den Olympischen Spielen 1932 für das brasilianische Team zu teuer war, fuhren die Athleten auf einem mit Kaffee beladenen Frachtschiff mit. Fast hätten sie die Spiele verpasst, weil nicht genug Kaffee verkauft wurde.

Der teuerste Kaffee

Black Ivory und Kopi Luwak ge­hören zu den teuersten Kaffee­sorten der Welt. Die Bohnen werden gewonnen, indem Elefanten beziehungsweise Schleichkatzen die Kaffeekirschen essen und die Bohnen dann wieder ausscheiden. Aus den verdauten Bohnen wird dann der Kaffee gekocht. Bei dieser Verar­beitungsmethode wird klar, warum ein Kilo Kopi Luwak bis zu 1000 Euro kosten kann. Proble­matisch ist daran jedoch, dass die Tiere häufig in zu kleinen Käfigen gehalten werden.

Musik für den Kaffee

Die Kaffeekultur war schon im 18. Jahrhundert so groß, dass Johann Sebastian Bach sogar eine „Kaffeekantate“ komponierte. Darin versucht ein Vater seiner unverheira­teten Tochter das Kaffeetrinken ab­zugewöhnen. Die Kaffeekantate ist eine von Bachs wenigen nicht-­kirchenmusikalischen Werken und das einzige, dessen Thema aus ­seinem unmittelbaren Lebensumfeld stammen könnte, zumal seine Tochter mit 26 Jahren damals unverheiratet war und sein Nachlass etliche Kaffeekannen und -uten­silien enthält.

Löffel mit Kaffeecreme in einem Glas
Unsplash+/Maryam Sicard
Dalogona-Kaffee wurde während der Corona-Pandemie zum Trend-Getränk.

Neue Kaffee-Trends

Während der Corona-Pandemie wurde der Dalgona-Kaffee, eine Spe­zialität entwickelt in Südchina, weltberühmt. Zubereitet wird er mit löslichem Kaffee, der mit Zucker und kochendem Wasser in einem hohen Rührbecher cremig geschlagen wird. Dann wird Milch in einem Glas erwärmt und darauf die Kaffeecreme gegeben.

Espressomartini ist ein weiterer Kaffeetrend. 2 bis 3 Eiswürfel werden mit 4 cl Wodka, 3 cl Kaffeelikör, 3 cl Espresso und 0,5 cl Zuckersirup in einem Cocktailshaker vermischt, bis in dem Behältnis ein feinporiger Schaum entsteht. In ein gekühltes Martini-Glas gießen und mit drei Espressobohnen servieren.