Seit mehr als zwei Jahrzehnten treffen sich christliche und muslimische Theologinnen und Theologen alljährlich zum „Building Bridges Seminar” und tauschen sich über theologische Themen aus. Nach Washington, Istanbul, Sarajevo, Rom und Doha findet das Seminar dieses Jahr erstmals in Tübingen statt.
Als „große Ehre für unser Zentrum und unsere Universität” bezeichnet Professorin Lejla Demiri, die Leiterin des Zentrums für Islamische Theologie (ZitH) der Universität Tübingen, das Building Bridges Seminar, das am Abend des 10. Juni mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung begann. Tübingen mit seinem „Campus der Theologien” sei dafür geradezu prädestiniert, so Demiri. Bis zum 14. Juni kommen 32 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Theologinnen und Theologen aus der ganzen Welt, die von der Georgetown Universität Washington ausgewählt wurden, ins Gespräch.
Das diesjährige Thema ist „Belongings“: Wie definieren Christen und wie Muslime jeweils ihre Zugehörigkeit? Was macht ihre religiöse Identität aus? Diese Frage diskutieren die christlichen und muslimischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand ausgewählter Texte aus dem Koran, der Bibel sowie theologischen und historischen Werken. Dabei treten die Teilnehmenden in einen intensiven Dialog.
Wir führen täglich von morgens 9 Uhr bis abends um 19 Uhr interreligiöse Gespräche.
erklärt Lea Schlenker vom Tübinger Organisationsteam
Bei den Gesprächen gehe es vor allem darum, den eigenen Standpunkt zu erklären, sagte Reverend Daniel Madigan, Professor für Interreligiöse Theologie an der Australischen Katholischen Universität und einer der Mitorganisatoren des Seminars.