Spiritualität und Christliche Impulse im Wald
Diakon Markus Munzinger von Kirche im Grünen beobachtet das schon eine Weile. Etwas, das die Menschen so fasziniert, mit christlichen Inhalten zu füllen, das fand er ausgesprochen reizvoll. 2023 ließ er sich am Institut für Waldatmen und Naturerfahrung zum Waldbadebegleiter ausbilden. Der Wald und die Bäume waren dem leidenschaftlichen Imker schon immer sehr nahe.
Ganz ähnlich ging es Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch von der Heckengäugemeinde im Kirchenbezirk Calw-Nagold. Auch sie liebt den Wald, ist von der Natur als Kraftquelle überzeugt, trat sogar der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bei. An der Deutschen Akademie für Waldbaden und Gesundheit in St. Martin in der Pfalz ließ sie sich 2020 zur Kursleiterin schulen.
Wie die Idee christlicher Waldbadebegleiter entstand
Irgendwann erfuhren beide von der Wald- und Naturbegeisterung des anderen. Man traf sich, redete über alles und entwickelte schließlich eine Idee: Warum nicht im Bereich der Landeskirche in Württemberg christliche Waldbadebegleiter ausbilden?
2025 gab es den ersten Kurs, 2026 wird es weitergehen, mit einem Theoriewochenende im Juli und einem Praxistag im September. Am Ende steht ein Zertifikat für die Teilnehmenden, die dann selbst Gruppen führen können.
Waldbaden aus Japan: Wissenschaftlich belegte Gesundheitswirkungen
Waldbaden kommt ursprünglich aus Japan. Dort entstand es, weil eine überstresste Gesellschaft plötzlich feststellte, dass der Wald Wunder wirkt – auch bei Menschen mit Depressionen. Zwischenzeitlich haben die Japaner rund 60 Heilwälder ausgewiesen und wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag gegeben, die zeigen, dass der Aufenthalt im Wald das Herz-Kreislauf-System stärkt und die Produktion von Antikrebszellen unterstützt.