Direkt zum Inhalt
Humanitäre Hilfe

Diakonie Katastrophenhilfe: Gewalt gegen humanitäre Helfer nimmt zu

Zum Welttag der humanitären Hilfe würdigen die Vereinten Nationen den Einsatz von Helferinnen und Helfern. Die Diakonie Katastrophenhilfe verweist auf die großen Gefahren in Gaza und im Sudan. Von epd

Ein junger Mann/Freiwilliger mit dunklem Bart gibt Essen an Bedürftige aus
Unsplash+/Getty Images

Angriffe auf humanitäre Helfer verletzen das Völkerrecht

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat die Angriffe auf humanitäre Helferinnen und Helfer angeprangert. „Kriegsparteien, die Helfende angreifen, treten das Völkerrecht mit Füßen”, erklärte der Leiter des evangelischen Hilfswerks, Martin Keßler. Keßler äußerte sich mit Blick auf den Welttag der humanitären Hilfe. Jedes Jahr würdigen die Vereinten Nationen am 19. August die Arbeit von Helferinnen und Helfern – und erinnern an die Gefahren ihres Einsatzes.

In den vergangenen zwei Jahren verloren unsere Partnerorganisationen in Gaza fünf Mitarbeitende.

sagte Martin Keßler

Im Sudan wiederum sei bis heute nicht genau bekannt, wie viele Freiwillige der Hilfsinitiative „Emergency Response Rooms” bei der Einnahme von Al-Faschir ums Leben gekommen seien. Die Stadt in der Darfur-Region war im Oktober nach monatelanger Belagerung von der RSF-Miliz erobert worden.

350 getötete Helferinnen und Helfer im Jahr 2025

Weltweit haben die Angriffe auf Helferinnen und Helfer in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Laut der „Aid Worker Security Database” wurden 2025 mindestens 350 Helferinnen und Helfer getötet. Nur 2024 lag diese Zahl bisher höher. Damals kamen laut der international anerkannten Datenbank 387 Mitarbeitende von Hilfsorganisationen ums Leben.

Humanitäre Hilfe am Limit: 240 Millionen Menschen brauchen Unterstützung

Die Hilfsorganisation Help kritisierte anlässlich des Welttags die Mittelkürzungen für die humanitäre Hilfe. Generalsekretär Thorsten Klose-Zuber warnte vor einem „Systemschock”. Während 240 Millionen Menschen dringend Unterstützung benötigten, zwängen die „massiven Mittelkürzungen” der vergangenen Jahre zur „humanitären Triage”, sagte Klose-Zuber.