Auch wenn die sicherheitspolitischen und friedensethischen Dilemmata groß sind, dürfen wir das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen nicht aufgeben
betonte Friedrich Kramer
Kramer forderte die Staatengemeinschaft auf, wieder Gespräche für eine nukleare Rüstungskontrolle aufzunehmen. Anfang des Jahres sei mit dem New-Start-Vertrag das letzte verbliebene Abkommen zur Begrenzung von Nuklearwaffen ausgelaufen. Auch die Folgekonferenz des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags (NPT) in New York sei im Frühjahr ergebnislos gewesen. Nötig sei „Mut, Wege zu mehr Vertrauen, Rüstungskontrolle und schrittweiser Abrüstung zu suchen”, mahnte der evangelische Theologe.
Was geschah am 6. und 9. August 1945 in Japan?
Am 6. und 9. August warfen die USA Atombomben auf die beiden japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Es waren die ersten und einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg. In Hiroshima wurden nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung zwischen 90.000 und 120.000 Menschen sofort getötet oder erlagen bald darauf ihren Verletzungen. In Nagasaki starben zwischen 60.000 und 80.000 Menschen. Zudem starben Zehntausende in den folgenden Monaten und Jahren an den Folgen der Angriffe.