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Gebet in der Ökumene

Gebet verbindet: ACK‑Studie betont ökumenische Vielfalt

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) rückt die verbindende Kraft des Gebets in den Mittelpunkt. Eine neue ökumenische Studie zeigt unter anderem, wie vielfältige Gebetssprachen Christen näher zusammenbringen können. Von epd

Menschen stehen in einem Kreis und halten Händchen. Sie sind von oben aus der Vogelperspektive fotografiert
Unsplash+/Curated Lifestyle

Gebet als Brücke zwischen Konfessionen

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hat auf die verbindende Kraft des Gebets über Konfessionsgrenzen hinweg hingewiesen. „Das Gebet hat viele Stimmen und viele Sprachen“, erklärte die Vorsitzende des Deutschen Ökumenischen Studienausschusses der ACK, Yauheniya Danilovich. Unterschiedliche Sprachen und Gebetstraditionen müssten die Kirchen nicht voneinander trennen. Vielmehr könnten sie dazu beitragen, dass Christen verschiedener Konfessionen einander besser verstehen und sich stärker miteinander verbunden fühlen.

„Sprachen des Gebets“

Der Band „Sprachen des Gebets. Ökumenische Perspektiven in einer pluralen Gesellschaft“ ist eine grundlegende Studie zu den Herausforderungen und Chancen des christlichen Gebets in der modernen Gesellschaft.

Herausgegeben von Yauheniya Danilovich und Julia Knop, erscheint der Band am 16. Oktober 2026 bei der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig.

ACK‑Studie beleuchtet Vielfalt christlicher Gebetssprachen

Anlass ist eine neue Studie zu unterschiedlichen Sprachen und Formen des Gebets, die am 16. Oktober erscheinen soll. Die Mitvorsitzende des Studienausschusses, die Erfurter katholische Theologieprofessorin Julia Knop, betonte, gerade in einer mehrsprachigen und vielfältigen Gesellschaft brauche es „Aufmerksamkeit für die Gebetssprachen, die Menschen verbinden – oder auch ausschließen“.

Wie Kirchen mit Vielfalt umgehen: Erkenntnisse aus fünf Jahren Forschung

Knop und Danilovich hoben hervor, Gebet sei nicht nur eine private Angelegenheit, sondern präge Gemeinschaft und zeige, wie Kirchen mit Vielfalt umgingen. Unterschiedliche Gebetssprachen seien eine ökumenische Chance, wenn Christen einander zuhörten und voneinander lernten. Der ACK-Vorsitzende und anglikanische Geistliche, Christopher Easthill, begrüßte die Studie. Die Vielfalt der Gebetssprachen sei nicht als Trennung, sondern als Reichtum kirchlicher Traditionen zu verstehen. Für die Studie beschäftigte sich der Ausschuss fünf Jahre lang mit unterschiedlichen Sprachen und Formen des christlichen Gebets.