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Muslimischer Fastenmonat

Grußworte der Kirchen zum Ramadan

Evangelische Kirchenoberhäupter wünschen Musliminnen und Muslimen eine frohe Fastenzeit. Der Ramadan wird im Islam vom Abend des 28. Februar bis zum 30. März gefeiert. Von epd

Vier Personen sitzen an einem Tisch. Sie halten die Hände zum Gebet nach oben. Zwei Frauen tragen ein Kopftuch
Unsplash+/Ahmet Kurt
Beim Fastenbrechen nach Sonnenuntergang (Symbolbild).

Zum Beginn des Fastenmonats Ramadan haben die Evangelischen Landeskirchen in Baden und in Württemberg eine gemeinsame Grußbotschaft an die Musliminnen und Muslime im Südwesten gerichtet. In ihrem am Donnerstag in Stuttgart und Karlsruhe veröffentlichten Schreiben unterstreichen die badische Bischöfin Heike Springhart und der württembergische Bischof Ernst-Wilhelm Gohl die Verantwortung von Muslimen und Christen für die Welt.

Es ist nötiger und wichtiger denn je, dass wir gemeinsam für die Werte des friedlichen und respektvollen Zusammenlebens eintreten.

Heike Springhart und Ernst-Wilhelm Gohl

Der Ramadan beginnt in diesem Jahr Abend des 28. Februar und endet mit dem Fest des Fastenbrechens am 30. März. Die christliche Fastenzeit startet am 5. März (Aschermittwoch) und endet am 20. April (Ostersonntag).

„Unsere Sehnsucht nach Gerechtigkeit und nach Frieden ist noch nicht erfüllt, vielmehr größer und drängender geworden”, schreiben Springhart und Gohl. Sie betonen die Werte der Gastfreundschaft und Solidarität, die im Ramadan besonders gelebt werden. Diese Haltung solle ein Vorbild für alle sein. Muslimisches wie christliches Fasten solle daran erinnern, dass die Würde des Menschen in Gottes Güte liege, heißt es in dem Schreiben.

Auch die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat den Ramadan als eine Zeit der Versöhnung und Verständigung über gesellschaftliche Grenzen hinweg bezeichnet. Solche Zeichen seien kaum zu überschätzen in einer Zeit, in der Polarisierungen an vielen Orten überhandnehmen, schreibt die Hamburger Bischöfin in einem Grußwort an Musliminnen und Muslime in Deutschland, das am Donnerstag in Hannover veröffentlicht wurde.

Was ist der Ramadan?

Der Ramadan ist eine der fünf Säulen der islamischen Religion. Gläubige Muslime verzichten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und andere Genussmittel, um sich spirituell zu besinnen. Der Monat endet mit dem Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr), das traditionell mit Familie, Freunden und der Gemeinschaft gefeiert wird.