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Christliche Patientenvorsorge

Kirchen bieten Orientierung für letzte Lebensphase

Die letzte Lebensphase bewusst gestalten – mit der aktualisierten Christlichen Patientenvorsorge bieten die Kirchen in Deutschland eine ethische und rechtliche Orientierungshilfe für schwerwiegende Entscheidungen am Lebensende.

Die Hände von zwei älteren Menschen halten sich gegenseitig. Die beiden Menschen sitzen halb auf in einem Bett.
Unsplash+/Curated Lifestyle

Christliche Patientenvorsorge erneuert

Für die Vorsorge in der letzten Lebensphase haben die Kirchen in Deutschland ihre Christliche Patientenvorsorge erneuert. Niemand könne voraussehen, wann und auf welche Weise das Leben zu Ende geht, erklärten die katholische Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gemeinsam als Herausgeber. Möglich sei aber eine Vorsorge im Hinblick auf die eigenen Wünsche für die Behandlung in schwerster Krankheit und im Sterben. Es sei wichtig, frühzeitig über mögliche Entscheidungen nachzudenken.

Christliche Patientenvorsorge

Die christliche Hoffnung auf Gottes Liebe und neues Leben begleitet Menschen auch in der letzten Lebensphase. Auf der Website der EKD gibt es die überarbeitete Christliche Patientenvorsorge und Patientenverfügung zum Download und einen kostenlosen Bestellservice. Ältere Formulare bleiben rechtsgültig, sollten aber regelmäßig überprüft werden.

Vorsorge für die letzte Lebensphase: Wünsche klar kommunizieren

Mit der veröffentlichten Neuauflage biete die Christliche Patientenvorsorge von katholischer, evangelischer und ökumenischer Seite neue Orientierung, hieß es weiter: „Wie soll die letzte Phase des Lebens gestaltet werden? Vor allem sollte sichergestellt sein, dass diejenigen, die einen Menschen begleiten und behandeln, dessen Vorstellungen, Behandlungswünsche und Verfügungen kennen.” Nicht zuletzt müsse klar sein, wer die Vollmacht hat, die eigenen Interessen zu vertreten, wenn man dazu selbst nicht mehr in der Lage ist.

Christlicher Glaube als Grundlage: Hoffnung am Lebensende

Die Handreichung zur Christlichen Patientenvorsorge biete christlich-ethische Orientierung und stelle Formulare zur Verfügung, um eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung und eine Patientenverfügung auszufertigen sowie Behandlungswünsche zu dokumentieren. Erforderlich wurde die Neufassung den Angaben zufolge vor allem aufgrund von Veränderungen im Bereich der Gesetzgebung: «Formulare aus älteren Auflagen, die schon zu einem früheren Zeitpunkt verwendet wurden, verlieren aber nicht ihre Rechtsgültigkeit.» Es wird allerdings empfohlen, die eigenen Festlegungen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.

Der tragende Grund für die Überlegungen dieser Handreichung Christliche Patientenvorsorge ist der christliche Glaube, der sich mit der Hoffnung verbindet, dass Gottes Liebe größer ist - größer auch als alles Leiden und Sterben - und dass Gott in Christus neues Leben schenkt.

betonen die EKD-Ratsvorsitzende, die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs, der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, sowie der ACK-Vorsitzende, der anglikanische Reverend Christopher Easthill